Großes Abschiedskonzert mit drei Bands im Stadtgarten – 1200 Gäste Liverpool-Club sagt nach 53 Jahren »Tschüss«

Bünde (WB). »Wir sind alle zu einer großen Familie zusammengewachsen. Dass heute unser letztes Konzert sein soll, ist für uns alle schwer zu glauben«, sagte Ralf Niederstadt, Mitglied des LiverpoolClubs und einer der Organisatoren des Kon­zertes.

Von Bianca Hark
Brachten das Publikum zum Tanzen: Die Razzle Dazzles im Bünder Stadtgarten.
Brachten das Publikum zum Tanzen: Die Razzle Dazzles im Bünder Stadtgarten.

Nach 53 Jahren Konzertgeschichte fand am vergangenen Samstagabend die Abschiedsveranstaltung des Liverpool-Clubs statt. Neben dem jungen Publikum waren besonders die alt eingesessenen Fans des Clubs an diesem Abend gekommen, um ein letztes Mal zusammen zu feiern und zu tanzen. »Wir sind schon von Anfang an mit dabei und sind jedes mal super begeistert von den Konzerten. Klar sind wir traurig, dass das alles in dieser Form nicht mehr stattfinden soll, aber wir freuen uns trotzdem hier zu sein und werden es richtig genießen«, sagten Sven-Peter Matzen und Waltraud Kranefeld. Insgesamt waren an diesem Abend über 1200 Menschen erschienen, die dem Club und den Bands ein letztes Mal zujubeln wollten.

Neben Bands wie »Razzle Dazzle« und »Major Healey« spielte auch die deutsche Beat- und Rockband »The Rattles«. Alle drei Bands gehören zum Stammrepertoire des Liverpool-Clubs und sind regelmäßig in Bünde und Umgebung auf derartigen Konzerten aufgetreten. »Wir beide sind große Fans der Major Healeys. Und wir freuen uns sehr, sie heute Abend spielen zu sehen. Trotzdem sind wir auch ein wenig traurig, dass dies heute das letzte Konzert des Liverpool-Clubs sein soll«, sagten die Schwestern Beate Birkner-Beyer und Heike Birkner, die extra in bunten Outfits erschienen waren.

Auch Klaus Rosenkötter und Hans-Hermann Kotowski, beide Gründungsmitglieder des Clubs, waren an diesem Abend anwesend. 1963 hatten sie den Liverpool-Club mit drei weiteren Freunden gegründet und damit in Bünde eine neue Ära in Gang gesetzt. Alles begann im Schützenhof in Ennigloh, im dem die ersten Konzerte vor großem Publikum gespielt wurden. »Wir hatten so viel Spaß. Dass, was wir geschaffen haben, ist wirklich sehr selten. Der Liverpool-Club hat Bünde ein klein wenig bekannter gemacht«, sagten Rosenkötter und Kotowski stolz. »Doch irgendwann muss auch mal Schluss sein. Wir werden alle nicht jünger – und man sollte aufhören, wenn es am Schönsten ist«.

Auch künftig wolle man sich noch monatlich treffen »Wir wollen uns alle nicht aus den Augen verlieren. Und wer weiß, vielleicht ist ein Comeback der legendären Liverpool-Clubkonzerte nicht ausgeschlossen«, sagte Rosenkötter schmunzelnd.

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