Ennigloher Volker Elges mit Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet Ehrenamtliche Verdienste gewürdigt

Bünde (WB/grot). Kein Sitzplatz mehr frei im großen Sitzungssaal: Zur Bundesverdienstkreuz-Verleihung an Volker Elges ist am Freitag eine große Schar von Freunden und Wegbegleitern des 77-Jährigen erschienen.

Landrat Jürgen Müller (rechts) und Bürgermeister Wolfgang Koch mit Anette und Volker Elges.            
Landrat Jürgen Müller (rechts) und Bürgermeister Wolfgang Koch mit Anette und Volker Elges.             Foto: Daniel Salmon

Für Landrat Jürgen Müller war es die erste Ordensverleihung seit seinem Dienstantritt. Entsprechend aufgeregt sei er, sagte Müller, insbesondere, weil die Auszeichnung an einen Mann gehe, »der es in ganz besonderem Maße verdient hat«. Müller listet die außerordentliche Verdienste des Enniglohers auf, für den »stets der Mensch im Mittelpunkt steht«.

Elges, bis zum Eintritt in den Ruhestand Geschäftsführer des Tonwerks Staloton, hatte sich von 1985 bis 2005 engagiert für die Verbesserung der Berufsorientierung am Gutenberg-Berufskolleg eingesetzt. 1986 initiierte er eine Spendenaktion und warb 60 000 Mark für die Anschaffung von Computern ein. Von 1971 bis 1999 gehörte er dem Prüfungsausschuss Industrie der IHK an, von 1988 bis 2008 war er Vorsitzender der Ortsgruppe Bünde des Alpenvereins.

18 Mal Schützlinge in Ausbildung gebracht

Seit 2006 engagiert sich Volker Elges im Deutsch-Türkischen Freundeskreis für die Integration türkischer Kinder und Jugendlicher. Er gibt türkischen Grundschülern Nachhilfe in Deutsch und steht in ständigem Kontakt mit dem Islamischen Kulturverein und der Alevitengemeinde, um Bildungs- und Schulfragen zu diskutieren. Ihm liegt besonders am Herzen, Jugendliche mit Migrationshintergrund auf die Berufs- und Arbeitswelt vorzubereiten. Er berät Jugendliche bei der Berufswahl, bietet Hilfe bei Bewerbungen und Vorstellungsterminen an. Elges hält Kontakt mit den Schulen, der Agentur für Arbeit, mit Fördereinrichtungen sowie Unternehmen und versucht, seine Schützlinge in Ausbildung zu bringen, 18 Mal ist das bisher gelungen.

Großes Engagement zeigte und zeigt Elges als stellvertretender Sprecher des Förderkreises der Philippus-Kirchengemeinde. Maßgeblich war er an der Organisation von Veranstaltungen und Aktionen zur Finanzierung des Neubaus des Gemeindezentrums und des Umbaus der Kreuzkirche beteiligt. Allein 100 000 Euro kamen bislang an Spenden für den Kauf einer neuen Orgel zusammen.

Elges »Bergfreund« Bürgermeister Wolfgang Koch würdigte dessen Verdienste in einem längeren Grußwort. Ernst Tilly, langjähriger Freund und Wegbegleiter, versuchte sich als Verseschmied und hob die Bedeutung der Ehefrau des Geehrten hervor: »... wenn er sie nicht hätte, seine Anette.« Er habe immer viel Glück gehabt in seinem Leben, dazu zählten Gesundheit und familiärer Rückhalt, aber auch ein Freundeskreis, der über Jahrzehnte zusammenhalte. Stolz sei er auf sein Land. Für das lohne es sich, ehrenamtliches Engagement zu zeigen, sagte Elges.

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