Naturschutzbund veranstaltet Frühlings-Pflanzenmarkt Garten fit für das Frühjahr machen

Bünde (BZ). Spätestens am ersten Aprilwochenende haben viele Gartenbesitzer Beete und Rasenflächen auf das Frühjahr vorbereitet. Stauden oder Nistkästen hat es dafür beim Frühlings-Pflanzenmarkt des NABU am Samstag, 2. April, gegeben.

Von Annika Tismer

Das sonnige Frühlingswetter sorgte dafür, dass unzählige Besucher an der Engerstraße vorbei schauten, um die eine oder andere Staude für den eigenen Garten zu erwerben, aber auch, um sich beraten zu lassen und neue Ideen zu sammeln.

»Wir geben heute auch Tipps und Anregungen«, sagte Friedhelm Diebrok, Vorsitzender des NABU-Kreisverbandes. Hinweise gab es zum Beispiel zum richtigen Umgang mit Saatgut. »Es ist wichtig, dass der Boden dafür gut vorbereitet ist«, sagte Thorsten Lütvogt. So dürfe kein Unkraut mehr vorhanden sein, der Boden müsse im Vorfeld gelockert werden.

»Idealerweise wird zwischen März und Mai oder im September gesät«, sagte er. Ein häufiger Fehler sei es dabei, das Saatgut einzuharken. »Es sollte nur ein Erdkontakt vorhanden sein, da sich Lichtkeime sonst nicht mehr entwickeln können«, erklärte er. Zum Thema Erde gab Friedhelm Diebrok einige Hinweise: »Wir möchten heute dafür werben, torffreie Erde zu verwenden«, erklärte er. Dies sei wichtig, da es immer weniger heimische Moore gebe, diese aber ein wichtiger Lebensraum für viele Tiere seien.

»Inzwischen ist es aber zum Glück so, dass es selbst im Baumarkt torffreie Erde gibt. Dafür möchten wir etwas sensibilisieren«, sagte er. Hinweise zu Nistkästen im eigenen Garten gab Thomas Weißwange. »Sie sollten spätestens jetzt aufgehängt werden«, sagte er.

Bereits im Herbst sei die Zeit gewesen, um genutzte Nistkästen zu säubern, dennoch sei es ratsam, dies auch im Frühjahr noch einmal zu tun. »Manchmal kann es sein, dass Nistkästen auch im Winter zum Beispiel als Wohnraum von Vögeln genutzt wurden«, sagte er.

Besonders vogelfreundliche Nistkästen wurden am Samstag durch den NABU verkauft. »Wir bauen sie so, dass es einen kleinen Futterbalkon gibt. Dadurch können die Muttertiere ihre Jungen von oben herab füttern«, sagte er.

Zeit und Raum für den Austausch mit anderen Gartenfreunden gab es am Samstag bei selbst gemachtem Kuchen, daneben durften eher außergewöhnliche Sorten heimischen Honigs probiert werden. »Der gesamte Honig kommt aus dem Bünder Raum«, sagte Anja Reckeschat. Vor allem Raps-Honig und Sommertracht-Honig hatte sie dabei, daneben diverse ausgefallene Honigmischungen. »Einige Sorten erhalten einen besonderen Geschmack durch Cranberries oder zum Beispiel Chili«, sagte sie.

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