100 Interessierte kommen zum Gründungstreffen ins Dietrich-Bonhoeffer-Haus Forum für Flüchtlingshelfer

Bünde (WB). Mit einer solchen Resonanz hatten die Organisatoren des neuen Forums für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit nicht gerechnet. Auf 30, vielleicht sogar 40 Helfer hatten sie gehofft. Tatsächlich sind am Montagabend fast 100 Bürger ins Dietrich-Bonhoeffer-Haus gekommen, um sich ehrenamtlich zu engagieren.

Von Annika Tismer
Elisabeth Steinmeier  (Lydia-Gemeinde), Jörg Lange (Diakonisches Werk), Irmgard von Bodelschwingh (Heimstätte Dünne),  Pfarrerin Silke Reinmuth  (Lydia-Gemeinde,      Dietrich von  Bodelschwingh (Heimstätte Dünne,   von links) wollen die  Flüchtlingsarbeit  unterstützen.
Elisabeth Steinmeier (Lydia-Gemeinde), Jörg Lange (Diakonisches Werk), Irmgard von Bodelschwingh (Heimstätte Dünne), Pfarrerin Silke Reinmuth (Lydia-Gemeinde, Dietrich von Bodelschwingh (Heimstätte Dünne, von links) wollen die Flüchtlingsarbeit unterstützen. Foto: Annika Tismer

Die Lydia-Gemeinde, das Diakonische Werk, der Diakonieverbund Schweicheln und die Heimstätte Dünne hatten den Helferkreis ins Leben gerufen, unter dem Motto »Helfende in der Flüchtlingsarbeit unterstützen« wollen sie ihren Beitrag zur Flüchtlingsthematik leisten. Wichtig ist den Organisatoren dabei, dass die Helfer im Betreuerkreis keine Arbeiten übernehmen, die bereits durch andere Vereine oder Institutionen abgedeckt werden.

»In Bünde wird schon sehr viel sehr gute Arbeit im Zusammenhang mit Flüchtlingen geleistet. Wir möchten da helfen, wo noch keine Hilfe vorhanden ist«, sagte Dietrich von Bodelschwingh als einer der Hauptorganisatoren.

Hilfe vermitteln und Ehrenamtliche unterstützen

Konkret geht es dem Betreuerkreis darum, Hilfen zu vermitteln, aber auch die Ehrenamtlichen zu unterstützen. »Wir möchten die Flüchtlinge auf ihrem Weg begleiten. Aber auch die Ehrenamtlichen sollen von uns Hilfe bekommen, sich austauschen können und einen Ansprechpartner haben«, sagte er.

In der Praxis könne es sein, dass Flüchtlinge zum Beispiel Unterstützung bekommen, wenn sie einen Arzt aufsuchen müssen, wenn bürokratische Hürden genommen werden sollen oder einfach, wenn es darum geht, Kontakt zu anderen Menschen zu bekommen. Um Flüchtlingen hierbei zu helfen, möchte der Betreuerkreis die freiwilligen Helfer entsprechend unterstützen und schulen.

Bei regelmäßigen Treffen sollen Fragen zur Asylproblematik beantwortet oder gemeinsam Lösungen für etwaige Probleme gefunden werden. Dass fast 100 Bürger an der Arbeit des Betreuerkreises interessiert sein würden, kam dabei für alle Beteiligten überraschend. »Damit hat absolut niemand gerechnet«, freute sich von Bodelschwingh.

Team ist offen für weitere Unterstützer

Dennoch ist das Team jederzeit offen für weitere Unterstützer. »Menschen, die sich aktiv einbringen wollen, aber auch diejenigen, die sich nur informieren möchten, sind willkommen«, erklärte Dietrich von Bodelschwingh.

Die nächsten Treffen des Forums stehen bereits fest. Sie finden jeweils um 18 Uhr im Dietrich-Bonhoeffer-Haus statt an folgenden Terminen: Montag, 16. November (Thema »Ehrenamt in der Flüchtlingsarbeit – Möglichkeiten und Grenzen«), 30. November (»Asylverfahren und Asylrecht«) und 14. Dezember (»Rechtsansprüche bei anerkannten Flüchtlingen«). Eine Voranmeldung ist nicht nötig.

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