Auffälligkeiten an der Deckenverkleidung in Häver und Klosterbauerschaft festgestellt Zwei Sporthallen gesperrt

Kirchlengern (BZ). Die Gemeinde Kirchlengern hat Mittwochnachmittag vorsorglich die beiden Turnhallen in Klosterbauerschaft und Häver sperren lassen. In der Deckenverkleidung sollen so genannte »Sauerkrautplatten« verbaut worden sein.

Von Daniel Salmon
Mittwochnachmittag hat die Gemeinde Kirchlengern die Sporthallen in Kirchlengern und Klosterbauerschaft bis auf weiteres sperren lassen. Bei einer Überprüfung der Gebäude wurden Auffälligkeiten an den Deckenverkleidungen festgestellt.
Mittwochnachmittag hat die Gemeinde Kirchlengern die Sporthallen in Kirchlengern und Klosterbauerschaft bis auf weiteres sperren lassen. Bei einer Überprüfung der Gebäude wurden Auffälligkeiten an den Deckenverkleidungen festgestellt. Foto: Daniel Salmon

Aufgrund der Referenzfälle in der Stadt Bochum, in der es aufgrund unsachgemäßer Befestigungen der Deckenverkleidungen zum Absturz von Unterdeckenteilen kam, hatten Mitarbeiter der Verwaltung  alle Sporthallen in der Elsegemeinde auf eventuelle Mängel geprüft. Eine entsprechende Anordnung hatte das Land NRW an alle Kommunen erlassen.

»Und jetzt wurde festgestellt, dass es in Klosterbauerschaft und Häver eine ganz ähnliche Deckenanbringung gibt, wie in Bochum«, sagte Michael Doemke von der Gemeindeverwaltung Kirchlengern auf Anfrage. Bis auf Weiteres können beide Gebäude, die in den 1960er-Jahren errichtet wurden, nicht genutzt werden. Bei allen anderen Sporthallen in Kirchlengern habe die Überprüfung hingegen keine Auffälligkeiten ergeben.

Im Kirchlengeraner Rathaus wurde in einer Sitzung am frühen Mittwochabend das weitere Vorgehen besprochen. »Ein Statiker wird sich die Situation in den Hallen zeitnah anschauen und dann müssen wir sehen, wie wir die Mängel  wirtschaftlich beheben können«, so Bürgermeister Rüdiger Meier. Die Vereine, die beide Hallen regelmäßig nutzen, bittet das Gemeindeoberhaupt um Verständnis: »Wir werden schauen, wie wir verwaltungsseitig Entlastung schaffen können.«

Sperrung trifft Turnverein hart

Während die Halle in Klosterbauerschaft nach Aussage der Kommune nur  wenig  genutzt wird, trifft die Sperrung der Halle in Häver den dort ansässigen Turnverein hart. Claus Hermann Ottensmeier, Erster Vorsitzender des TV Häver, zeigte sich in der Sache jedoch einsichtig: »Die Sporthalle ist fast ständig von unseren Gruppen belegt, aber natürlich  haben wir volles Verständnis für die Entscheidung der Kommune. Wenn eine Gefahr besteht, dass die Hallendecke beschädigt ist, darf man natürlich kein Risiko eingehen.«

Per E-Mail sollten gestern alle Vereinsmitglieder über die Sperrung informiert werden. Laut Ottensmeier könnten möglicherweise einige Angebote, die eigentlich in der Halle stattfinden, bei schönem Wetter auch im Freien durchgeführt werden. »Das liegt dann aber in der Entscheidungsgewalt der jeweiligen Übungsleiter«, so der Vorsitzende.

Jörg Schuster, Leiter der Jungenturngruppe, musste gestern bereits improvisieren, als er mit seinen Schützlingen in Häver vor verschlossenen Türen stand. »Da wir unsere Turngeräte nicht nach draußen holen können, haben wir einfach auf dem Platz nebenan Fußball gespielt. Das ist kein Problem«, meinte Schuster, der ebenfalls Verständnis für die Sperrung zeigte: »Sicherheit geht schließlich vor.«

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