Handwerker in der Grundschule Ahle im fieberhaften Einsatz Alles bereit für den Einzug der Flüchtlinge

 Bünde (WB). Vor den Flüchtlingen kommen die Handwerker: Mitarbeiter der Kommunalbetriebe sowie mehrerer  heimischer Firmen richten die Grundschule Ahle  her.

Von Rainer Grotjohann
Safety first: Das Unternehmen HNR Security  setzt im Schichtdienst ein halbes Dutzend Mitarbeiter auf dem Schulgelände ein.  Rund um die Uhr wird der Gebäudekomplex an der Schierholzstraße bewacht. Das Unternehmen hatte  viel Lob für seine Arbeit in der Notunterkunft Ulmenstraße in Herford einheimsen können.
Safety first: Das Unternehmen HNR Security setzt im Schichtdienst ein halbes Dutzend Mitarbeiter auf dem Schulgelände ein. Rund um die Uhr wird der Gebäudekomplex an der Schierholzstraße bewacht. Das Unternehmen hatte viel Lob für seine Arbeit in der Notunterkunft Ulmenstraße in Herford einheimsen können. Foto: Daniel Salmon

In den frühen Morgenstunden haben gestern Zimmerer, Elektriker, Sanitärinstallateuere und Metallbauer damit begonnen, aus dem  Schulgebäude eine Notunterkunft für Asylsuchende zu machen. In der Stadtverwaltung ist man heilfroh, die Firmen auf die Schnelle ins Boot bekommen zu haben. Das gilt auch für das Sicherheitsunternehmen HNR Security, das die Überwachung des Komplexes übernommen hat.

Kommentar

Von Rainer Grotjohann

Wenn heute Flüchtlinge aus Kriegs- und Krisengebieten in Bünde eintreffen, haben sie Schlimmes hinter und eine ungewisse Zukunft vor sich. Sie werden registrieren, dass es Menschen gibt, die ihnen eine helfende Hand reichen wollen. Hilfswillige gibt es viele.  Aber auch Menschen, denen die Gelassenheit fehlt, mit einer Notunterkunft in  ihrer  Nähe umgehen zu können.  

Für  dümmliche und kaum versteckt fremdenfeindliche Äußerungen steht diesen Zeitgenossen das Internet weit offen. Leider. Bei der     Lektüre dieses Unsinns   kann man nur den Kopf schütteln.

Geschäftsführer André Niederée wird weitere Mitarbeiter  fest einstellen. Sein Unternehmen ist auch in Flüchtlingsunterkünften in Herford aktiv, hat sich insbesondere bei der schwierigen Aufgabe bei der Betreuung des Komplexes an der Ulmenstraße einen guten Namen gemacht. Zu den Sicherheitsmaßnahmen gehört  auch, dass das Gelände zu einem  großen Teil eingezäunt wird.

 Wenn die voraussichtlich 150 Männer, Frauen und Kinder heute eintreffen,  wird das anscheinend von einem Großteil der Bevölkerung  akzeptiert, mehr noch: Etwa 90 Prozent der Bürger, die sich bei der Stadtverwaltung gemeldet haben, boten ihre Hilfe bei der Betreuung an, kündigten Sach- und Geldspenden an. Der Rest der Anrufer habe seinen Sorgen Luft gemacht, offene Feindseligkeit habe es aber nicht gegeben, sagte Bereichsleiterin Henriette König. Sie lobte die hervorragende Zusammenarbeit mit dem DRK, das die Leitung der Notunterkunft übernehmen wird.

Das Deutsche Rote Kreuz hat ein Spendenkonto eingerichtet: Sparkasse Herford, Kontonummer DE844945001200028702.

Für die Koordination der Hilfen hat die Stadt eine Hotline eingerichtet: 05223-161290, montags bis freitags  8 bis 18 Uhr. Am Sonntag, 9. August, 17 Uhr, gibt es im Gemeindehaus Holsen eine Anliegerversammlung. Mit den Vereinen, die die Schule bislang genutzt haben, sollen sobald wie möglich Gespräche geführt werden Beigeordneter Günter Berg: »Wir werden Lösungen finden.«

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