Angelverbot aufgehoben – Ölsperren werden entfernt – Erste Fische gesichtet Leben kehrt in die Else zurück

Bünde(WB). Die Else im Bereich zwischen Bünder Stadtmitte und Kirchlengern scheint nach dem Gülleunfall glimpflicher davongekommen zu sein als befürchtet. Das bestätigte Peter Bauer, Vorsitzender des Bünder Angelvereins, gestern auf Anfrage. Es seien bereits wieder Hechte, Brassen und Gründlinge im Fluss zu finden. Auch das Angelverbot sei aufgehoben worden.

Von Kathrin Brinkmann
Dienstag waren in der Else vor dem Wehr am Semmelweg mehrere 50 Zentimeter lange Schuppenkarpfen zu sehen. Ein erstes positives Zeichen dafür, dass die Else sich erholt.
Dienstag waren in der Else vor dem Wehr am Semmelweg mehrere 50 Zentimeter lange Schuppenkarpfen zu sehen. Ein erstes positives Zeichen dafür, dass die Else sich erholt. Foto: Festerling

Im Bereich des Wehres am Semmelweg tummelten sich am Dienstag mehrere 50 Zentimeter lange Schuppenkarpfen. »Eigentlich ist das ein Fisch, der gar nicht zum Grundfischbestand der Else zählt, der sich aber dennoch hier ausbreitet, weil er teilweise für Gartenteiche zu groß wird und dann in den Fluss gesetzt wird«, erklärte Peter Bauer.

Für die Angler sei es erfreulich, dass sich wieder Leben in der Else ansiedle. »Es zeigt, dass die Absperrung der Else-Altarme erfolgreich war.« Mit dem gezielten Einsetzen von Fischen wolle man aber noch eineinhalb Jahre warten, um sicher zu gehen, dass genug Nahrung im Fluss zu finden sei.

Die Ölsperren, die in der vergangenen Woche in Bünde und Kirchlengern errichtet worden sind, weil wenige Wochen nach der Gülle auch noch Altöl in die Else gelangt war, sollen diese Woche noch abgebaut werden. Das teilte Petra Scholz vom Kreis Herford gestern auf Anfrage mit. Ein Großteil des Öls habe durch die Sperren und Bindemittel abgefangen werden können. Es sei in den vergangenen Tagen zudem kein neues Öl mehr nachgekommen. »Wir gehen davon aus, dass es insgesamt weniger als zehn Liter Öl waren, die eingeleitet wurden. Vermutlich stammte das Öl aus einem Auto oder Lkw«, sagte Petra Scholz. Der Verursacher habe nach wie vor nicht ermittelt werden können.

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