Bünder Spender ermöglichen Jack-Russell-Mix lebensrettende OP nach Autounfall Jack hat wieder Spaß am Leben

Bünde (WB). Die neunjährige Reese kann endlich wieder lachen. Ihr Jack-Russell-Mischling Jack (4) ist nach einer Becken-Operation auf dem Weg der Besserung. Im Mai war er von einem Auto angefahren und lebensgefährlich verletzt worden. Nur Dank zahlreicher Spenden konnte die Familie die OP finanzieren.

Von Kathrin Brinkmann
Die neunjährige Reese  freut sich, dass es ihrem Jack-Russel-Mops-Mischling Jack (4) nach der OP wieder besser geht. Jetzt muss der Rüde viel spazieren gehen, um wieder fit zu werden. Treppen steigen und neben dem Rad herlaufen kann er nicht mehr.
Die neunjährige Reese freut sich, dass es ihrem Jack-Russel-Mops-Mischling Jack (4) nach der OP wieder besser geht. Jetzt muss der Rüde viel spazieren gehen, um wieder fit zu werden. Treppen steigen und neben dem Rad herlaufen kann er nicht mehr. Foto: Kathrin Brinkmann

»Jack ist mein bester Freund. Endlich kann ich wieder mit ihm spazieren gehen«, sagt Reese, die den Unfall ihres Hundes mit ansehen musste. »Wir waren mit Jack spazieren und schon bei uns vor der Tür. Da haben wir ihn abgeleint. Plötzlich erspähte der junge Rüde auf der anderen Straßenseite einen Hund und rannte los«, erinnert sich Reese’ Vater Peter Dinter an den Tag des Unfalls. Als Jack vom Auto erfasst worden sei, habe er zunächst gedacht, der Hund sei tot. Doch Jack kämpfte um sein Leben. Die Familie fuhr mit ihm zur Tierklinik in Stift Quernheim.

Schon bald war klar, dass nur eine 1400 Euro teure OP den Hund retten kann. »Da ich arbeitsunfähig geschrieben bin, hätte ich dieses Geld nie aufbringen können«, sagt Peter Dinter. Er könne sich weder ein Auto leisten, noch Urlaub für seine Tochter Reese. »Die OP konnten wir nur vornehmen lassen, weil der Tierarzt einwilligte, dass wir die Kosten in vier oder fünf Raten zahlen können. Und weil wir über Facebook die Bünder dazu aufgerufen haben, uns zu helfen«, sagt Dinter.

690 Euro seien so an Spenden zusammengekommen. »Dafür möchten wir uns ganz herzlich bei allen Spendern bedanken«, sagt Peter Dinter. Er hofft, dass noch weiteres Geld zusammenkommen wird. »Sonst muss ich einen Kredit aufnehmen. Falls mir überhaupt eine Bank einen Kredit gewährt. Ansonsten bleibt mir nichts anderes übrig, als das Konto zu überziehen. Aber dann habe ich noch weniger Geld für meine Tochter.«

Hinzu kommt, dass die Nachbehandlung des Hundes ebenfalls noch einmal mit 400 Euro zu Buche schlägt. »Ganz so beweglich wie vorher wird Jack wahrscheinlich nicht mehr. Er kann weder Treppen hinauf steigen noch neben dem Fahrrad herlaufen. Wir müssen ihm wahrscheinlich ein Fahrradkörbchen besorgen«, sagt Peter Dinter.

Täglich geht Reese mit ihrem Jack spazieren, um ihn zu mobilisieren. »Die Ärzte haben außerdem gesagt, dass wir mit ihm Slalom laufen üben sollen, um ihn zu fördern«, sagt Reese. Wer der Familie helfen möchte, kann sich unter Telefon 0171/1085306 bei Peter Dinter melden

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