Standorte Vor den Döhren und Barlachstraße könnten aufgegeben werden Diskussion um Spielplätze

Bünde (WB). Die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses haben jetzt ihre Absicht erklärt, die Spielplatzstandorte Vor den Döhren und Barlachstraße aufzugeben. Die Verwaltung wurde beauftragt, für die nächste Sitzung des Gremiums im September eine entsprechende Beschlussfassung vorzubereiten.

Von Daniel Salmon
Der Spielplatz an der Straße Vor den Döhren wird kaum genutzt. Zu einer endgültigen Aufgabe der Fläche hat sich der Jugendhilfeausschuss zwar noch nicht durchringen können. Allerdings formulierten die Mitglieder eine Schließungsabsicht.
Der Spielplatz an der Straße Vor den Döhren wird kaum genutzt. Zu einer endgültigen Aufgabe der Fläche hat sich der Jugendhilfeausschuss zwar noch nicht durchringen können. Allerdings formulierten die Mitglieder eine Schließungsabsicht. Foto: Daniel Salmon

Dem einstimmig gefällten Votum der Lokalpolitiker war eine längere Diskussionrunde vorausgegangen. Zur Diskussion stand ebenfalls die Schließung der Spielplätze Alte Heide und Lengerheide.

Wie berichtet, hatten die Kommunalbetriebe und das Bonus-Team in den Sommermonaten des vergangenen Jahres die Frequentierung der vier Spielplätze intensiv beobachtet. Demnach wurden die Standorte Vor den Döhren und Barlachstraße am wenigsten beziehungsweise gar nicht von Kindern genutzt. »Ich würde meine Kinder auch nicht dort spielen lassen«, merkte Ausschussvorsitzende Jana Nagel (CDU) wohl mit Blick auf die dortigen Spielgeräte an. Beate Zielasko von der Stadtverwaltung betonte indes, dass die Sicherheit auf den Spielplätzen gewährleistet sei.

Sollten die beiden Areale aber tatsächlich aufgegeben werden, könnten die Flächen zum Verkauf angeboten oder für eine etwaige spätere Nutzung vorgehalten werden, sagte Zielasko weiter.

Paten oder Verkauf

Georg Kruthoff (CDU) plädierte für einen sofortigen Abbau der Spielgeräte Vor den Döhren und an der Barlachstraße. »Die übrigen beiden könnten wir ja noch ein Jahr weiter beobachten. Bei den zwei anderen wäre das aussichtslos«, meinte der Ratsherr. Gerd Elbers (SPD) stimmte Kruthoffs Aussage generell zu, wollte aber die Öffentlichkeit stärker beteiligen. »Vielleicht melden sich ja noch Paten für die Spielplätze«, sagte der Sozialdemokrat. Für mehr öffentliche Beteiligung sprach sich auch Jan-Philipp Schnier (SPD) aus. Auch über eine etwaige Nachnutzung der freiwerdenden Flächen machte er sich Gedanken. Schnier: »Ein Patentrezept habe ich nicht. Aber vielleicht könnte man dort Treffpunkte für Jugendliche einrichten und Grafittiwände aufstellen.«

Sachkundiger Bürger Oliver Uhlich (CDU) votierte hingegen für einen sofortigen Verkauf der nicht mehr benötigten Areale. »Vielleicht könnte man die Erlöse aus den Verkäufen dann ja für den Schulsport einsetzen«, meinte der Christdemokrat. Laut Aussage des Beigeordneten Günther Berg sei eine solche Verfahrensweise generell möglich. »Das Geld aus den Verkäufen fließt natürlich in den Gesamthaushalt. Über die Verwendung könnte dann ja aber die Politk entscheiden«, meinte er.

Letzenendes ließ Jana Nagel über zwei Anträge der Ausschussmitglieder abstimmen: Einen, der eine Schließung der Standorte Barlachstraße und In den Döhren noch in diesem Jahr vorsieht, und einen weiteren, der noch eine Beteiligung der Öffentlichkeit vor einer Aufgabe der Standorte möglich machen sollte.

Endgültige Entscheidung fällt im September

Aufgrund einer Pattsitutation bei den jeweiligen Abstimmungen schlug Beigeordneter Berg dann schließlich einen Mittelweg – also die Absichtserklärung – vor, womit sich alle Fraktionen einverstanden erklärten.

Eine endgültige Entscheidung über die Schließung der Spielplätze Vor den Döhren und Barlachstraße soll somit in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 21. September fallen.

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