Drei Standorte werden laut Verwaltung nicht mehr genutzt - Politik muss entscheiden Sollen Spielplätze schließen?

Bünde (WB). Der Stadtrat hat bereits im Jahr 2010 beschlossen, dass alle nicht mehr benötigten Spielplätze in Bünde aufgegeben werden sollen. Laut Verwaltung fallen darunter auch die Plätze an der Barlachstraße, Alte Heide und Vor den Döhren.

Von Kathrin Brinkmann
Laut Verwaltung wird der Spielplatz Alte Heide kaum genutzt. Dies soll vom Bonus-Team beobachtet worden sein.
Laut Verwaltung wird der Spielplatz Alte Heide kaum genutzt. Dies soll vom Bonus-Team beobachtet worden sein. Foto: Kathrin Brinkmann

»Die Kommunalbetriebe Bünde haben für alle Spielplätze in Bünde eine Bestandserhebung durchgeführt und dabei die Nutzungsintensität der einzelnen Plätze festgestellt«, sagte Karin Schäffer vom Jugendamt Bünde.

Schließung schon vor drei Jahren beschlossen

Bereits 2012 sei aufgrund der Ergebnisse dieser Erhebung beschlossen worden, vier der 33 Spielplätze wegen geringer Nutzung zu schließen. Es handelte sich um die Spielplätze in der Landwehrstraße, Körnerstraße, Adelstraße/Freiastraße und in der Amtshausstraße. Die Spielgeräte seien dort inzwischen abmontiert worden. »Für die Stadt fallen so keine Wartungskosten für Spielgeräte oder für den Austausch des Sandes mehr an«, informierte Schäffer. Was mit den Grünflächen an der Körnerstraße und an der Landwehrstraße geschehen solle, darüber müsse nun die Politik entscheiden. Die Fläche an der Amtshausstraße solle als Grünfläche erhalten bleiben.

Bei Stipvisiten kaum Besucher

Die Verwaltung sei damals außerdem beauftragt worden, auch die Spielplätze an der Barlachstraße, Lengerheide, Alte Heide und Vor den Döhren zu untersuchen. »Es bleibt festzuhalten, dass die Spielplätze Alte Heide, Barlachstraße und Vor den Döhren kaum genutzt werden«, sagt Karin Schäffer. Bei mehreren Besichtigungsterminen seien keine Besucher angetroffen worden und die Spielplätze hätten fast keine Nutzungsspuren aufgewiesen. »Lediglich auf dem Spielplatz Lengerheide konnten an mehreren Tagen leichte bis deutliche Nutzungsspuren festgestellt werden und an drei Besichtigungsterminen waren auch Besucher vor Ort«, so Schäffer.

Die Politik soll am Dienstag, 23. Juni, darüber beraten, ob die Spielplätze ebenfalls geschlossen werden. »Wir haben beim letzten Mal Schilder aufgestellt, dass wir die Spielplätze schließen wollen. Da gab es relativ wenig Rückmeldungen bei der Verwaltung. In diesem Fall werden wir vor einer Schließung vermutlich ähnlich verfahren«, informierte Schäffer.

Manche Plätze verlieren an Attraktivität

Nicht auf der Schließungsliste steht der Spielplatz am Nordring, der von vielen Kindern wegen seiner langen Rutsche gern genutzt wurde. »Dieser Platz ist nach wie vor stark frequentiert. Die Rutsche aber musste vor zwei Jahren abmontiert werden, weil sie marode war und nicht mehr der Norm entsprach«, sagte Beate Zielasko von der Stadt. Eine Rutsche an gleicher Stelle sei wegen veränderter Auflagen nicht möglich. »Wir hoffen, dass eine andere Rutsche oder ein Ersatzspielgerät installiert werden kann. Aber das richtet sich nach der Haushaltslage«, sagte Zielasko.

Die Verwaltung hat die Beobachtung der Spielplätze laut Karin Schäffer fast abgeschlossen. »Ein Spielplatz steht noch auf der Liste.« Welcher das sei, wollte sie am Donnerstag noch nicht sagen.

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