Überschwemmungsproblem soll aber dieses Jahr angegangen werden Diekstraße bleibt vorerst dicht

Werther (WB). Die Vollsperrung der sonst viel befahrenen Diekstraße in Langenheide zwingt den Verkehr seit dem vergangenen Jahr zu erheblichen Umwegen und sorgt für Verdruss bei Anliegern an neu belasteten Nebenstrecken. So wie es aussieht, dürfte die Sperrung noch eine längere Zeit anhalten.

Von Stefan Küppers
Weil ein marodes Kanalrohr, das unter der Diekstraße und durch eine alte Mülldeponie geführt wird (der Hügel rechts im Bild), vor dem endgültigen Einsturz geschützt werden soll, ist die Straße für den Verkehr seit Monaten voll gesperrt.
Weil ein marodes Kanalrohr, das unter der Diekstraße und durch eine alte Mülldeponie geführt wird (der Hügel rechts im Bild), vor dem endgültigen Einsturz geschützt werden soll, ist die Straße für den Verkehr seit Monaten voll gesperrt. Foto: Stefan Küppers

Der Ärger mit regelmäßigen Überschwemmungen auf einigen Grundstücken entlang der Verbindungsstraße zwischen der Langenheider Straße und dem Kreisverkehr am Hapkenberg hatte Untersuchungen in Gang gesetzt, die am Ende einen ziemlich umfänglichen Problemkomplex offenbart hat, dessen Beseitigung ein Ingenieurbüro schon mit knapp 700.000 Euro kalkuliert hat.

CDU fordert ein Gesamtkonzept gegen das Überschwemmungsproblem

Im Planungsausschuss sind jetzt erste Schritte beschlossen worden, allerdings erst nach einer mehr als einstündigen, zwischenzeitlich kontroversen Diskussion. Die Debatte brachte namens der CDU Alexander Fillers in Gang, der statt der Reparatur von nur einer Schwachstelle ein Gesamtkonzept für das ganze Gebiet forderte. Ohne eine Komplettlösung sei die jetzt vorgesehene Erneuerung einer Verrohrung für rund 100.000 Euro mehr oder weniger Geldverschwendung, forderte er die Zurückstellung von Beschlüssen und eine umfassende Betrachtung. Fillers sprach von Wassermengen, die man offenbar nicht im Griff habe, und verwies beispielhaft auf Probleme, die in einem vom Landesbetrieb Straßen gebauten Regenrückhaltebecken in der Nähe des Kreisverkehrs am Hapkenberg entstanden seien.

In der weiteren Debatte warben die Bürgermeisterin, der Umweltbeauftragte sowie SPD und FDP für die Umsetzung der Verwaltungsvorschläge, damit die Diek-straße nicht auf unabsehbare Zeit gesperrt bleibe und die Anwohner vor den Folgen weiterer Überschwemmungen geschützt würden. Als schnellste Maßnahme, die womöglich noch in diesem Jahr umgesetzt werden könnte, soll eine marode Rohrleitung, die durch eine Müllablagerung an der Diekstraße führt, sowie ein Rohrdurchlass erneuert werden (Planungsansatz 100.000 Euro). Weiterhin soll bei der Unteren Wasserbehörde des Kreises eine Erlaubnis für weitere Sanierungsmaßnahmen in dem Bereich Diekstraße erwirkt werden (Gesamtvolumen rund 420.000 Euro). Die Bedenken der CDU wurden insoweit aufgegriffen, als dass der Gutachter nunmehr auch eine Gesamtsicht für die Wasserprobleme in dem Gebiet weiterentwickeln soll.

Landesbetrieb sieht in Regenmengen vom ausgebauten Hapkenberg kein Problem für die Diekstraße

Der Landesbetrieb Straßen NRW sieht in dem Ausbau und der Flächenversiegelung am Hapkenberg keinen Grund für die Überschwemmungen an der Diekstraße. Landesbetrieb-Sprecher Sven Johanning verwies am Mittwoch auf WB-Anfrage auf das unterirdisch angelegte Regenrückhaltebecken am Kreisverkehr, das ausreichend dimensioniert gebaut worden sei und das eben eine verzögerte Abgabe des Oberflächenwassers vom Hapkenberg in die Vorfluter sicherstelle.

Da das Überlaufbecken derzeit regelmäßig von einem dunklen Schlamm gesäubert werden müsse, würden Gutachten die Ursachen untersuchen, möglicherweise gebe es Fremdeinleiter. Die Überschwemmungen an der Diekstraße könnten darin jedenfalls nicht ihre Ursache haben, meinte Johanning.

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