Johanniter hoffen auf schnelle Baugenehmigung in Werther – Ausweichquartier Kita wird erst später fertig

Werther (WB). Zum Beginn des Kindergartenjahres am 1. August wird die neue Kindertagesstätte der Johanniter-Unfall-Hilfe in der Rodderheide auf keinen Fall fertig sein. Das hat jetzt JUH-Geschäftsführer Gerald Donath auf Anfrage des WESTFALEN-BLATTES bestätigt. 

Von Klaus-Peter Schillig
Bis die Kinder in der neuen Kita der Johanniter-Unfall-Hilfe ihr Spielzeug auspacken können, wird es wohl September werden. Dafür müsste der Kreis Gütersloh die Baugenehmigung aber so schnell erteilen, dass noch im März Baubeginn sein könnte.
Bis die Kinder in der neuen Kita der Johanniter-Unfall-Hilfe ihr Spielzeug auspacken können, wird es wohl September werden. Dafür müsste der Kreis Gütersloh die Baugenehmigung aber so schnell erteilen, dass noch im März Baubeginn sein könnte. Foto: dpa

Das Baugenehmigungsverfahren sei aber jetzt im Gange. Am 25. Februar hat der von den Johannitern beauftragte Bauunternehmer den Antrag bei der Stadt Werther eingereicht. Die kann dann gleich ihren Kommentar dazu abgeben – »gemeindliches Einvernehmen erteilen« heißt das im Behördendeutsch –  und die Unterlagen danach an den Kreis Gütersloh weitergeben. Die dortige Bauaufsicht, darauf setzt Gerald Donath seine Hoffnung, ist für zügige Bearbeitung der Anträge bekannt. Dort müssten die Unterlagen auch am Mittwoch angekommen sein, sagte Bürgermeisterin Marion Weike auf Nachfrage im Wertheraner Ausschuss für Soziales, Generationen, Schule und Sport.

Vorübergehend können Räume der Kita »Im Viertel« genutzt werden

Die Kinder stehen am 1. August allerdings nicht vor der vielleicht noch gar nicht vorhandenen Tür. Weil die Entengruppe des evangelischen Kindergartens »Im Viertel« auf dem Gelände der Grundschule Mühlenstraße aufgegeben wird, können diese Räume erst einmal für eine Gruppe genutzt werden. Diese Variante hat die Bürgermeisterin im Ausschuss bestätigt.

Elternabend im April

Alle Eltern, die inzwischen ihre Zusagen erhalten haben, werden Anfang April zu einem Elternabend eingeladen. »Dort werden wir die gesamte Problematik besprechen«, kündigt Donath an. Unter anderem  soll abgefragt werden, wer seine Kinder vielleicht noch einen Monat zu Hause behalten kann, ob es alternative Betreuungsmöglichkeiten gibt oder Kinder auf jeden Fall schon   in die Notgruppe aufgenommen werden müssen.

»Wir hoffen, dass wir noch im März beginnen können«, sagt der JUH-Chef. Ausgehend von einer fünfmonatigen Bauzeit könnte die Einrichtung dann Ende August/Anfang September fertig sein. »Wir ziehen ein, auch wenn die letzten Maler vielleicht noch den Pinsel schwingen.« Die Zeitverzögerung erklärt er mit mehr Detail-Besprechungen »als wir vorher gedacht haben«. Zwischendurch gab es unter anderem mit dem Landesjugendamt Diskussionen,  wie die Kinder zu den Toiletten kommen – durch eine Tür direkt vom Gruppenraum oder vom Flur. Letzteres bevorzugt das Land, den direkten Zugang vom Gruppenraum die Erzieher. Aus praktischen Erwägungen, denn auf den  Flur müsse immer jemand mitgehen.

Geklärt werden muss auch die Erschließung des Grundstückes, auf dem die Johanniter auch eine Unterstellmöglichkeit für ihre Fahrzeuge schaffen wollen. Autos und Kinder sollen aber möglichst getrennt bleiben.

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