Stephan Ellersiek prüft noch Rechtsmittel gegen Urteil Windrad-Klage abgewiesen

Werther-Rotenhagen (bec). Im Rechtsstreit um das Windrad von Familie Surmann in Häger hat das Verwaltungsgericht Minden die Klage eines Nachbarn gegen den Kreis Gütersloh abgewiesen. Nach Urteil der Richter ist die erteilte Genehmigung des Windrades damit in Ordnung.

Das Windrad auf dem Grundstück der Familie Surmann in Rotenhagen war Gegenstand der Klage.
Das Windrad auf dem Grundstück der Familie Surmann in Rotenhagen war Gegenstand der Klage. Foto: Klaus-Peter Schillig

Zur Erinnerung: Bereits 2016, noch bevor das Windrad in Rotenhagen errichtet wurde, hatte sich Stephan Ellersiek in einem Eilverfahren an das Gericht gewandt. Lärmwirkung, optische Bedrängung und auch der Denkmalschutz seien bei der Genehmigung durch den Kreis Gütersloh nicht ausreichend berücksichtigt worden, kritisiert er bis heute. Nachdem er damals abgewiesen wurde, richteten sich seine Hoffnungen nun auf das Hauptverfahren, in dem jetzt das Urteil gefallen ist.

Enttäuscht über fehlende mündliche Verhandlung

Im November gab es einen Ortstermin, bei dem auch ein Richter zugegen war. Damals habe man sich zunächst darauf geeinigt, dass keine mündliche Verhandlung notwendig sei. »Zwischenzeitlich haben sich aber für mich neue Grundlagen ergeben, die ich nachgereicht habe und die meiner Meinung nach nun doch noch hätten verhandelt werden müssen«, ist Stephan Ellersiek ebenso überrascht wie enttäuscht von der für ihn plötzlichen Ablehnung aus Minden. »Was Windräder für die Nachbarn bedeuten, interessiert in Deutschland niemanden«, ärgert er sich.

Der Kreis Gütersloh sieht sich dagegen in seiner Vorgehensweise bestätigt. »Gegen jedes Windrad, das der Kreis Gütersloh genehmigt hat, ist bislang geklagt worden. Keine Klage war erfolgreich«, sagt Sprecher Jan Focken. Das Gericht habe betont, dass im Außenbereich die Lärmgrenzwerte von Mischgebieten gelten und auch keine optisch bedrängende Wirkung festgestellt. Der Denkmalschutz habe nach der Ortsbesichtigung keine große Rolle mehr gespielt, da keine optischen Zusammenhänge hergestellt werden konnten.

Rechtskräftig ist die Entscheidung des Verwaltungsgerichtes Minden noch nicht. Bis Ende des Monats kann Stephan Ellersiek Rechtsmittel einlegen. Ob er das Oberverwaltungsgericht als nächste Instanz anruft oder eine Beschwerde einlegt, weil es keine mündliche Verhandlung mehr gegeben hat, ließ er im WB-Gespräch zunächst offen. Er werde sich mit seinem Anwalt beraten.

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