Wertheranerin hofft seit Wochen vergeblich auf die Entstörer der Telekom Seit 20. Dezember ist das Telefon tot

Werther (WB/pes). Sigrun Thumel ist sauer, mit den Nerven fertig und mit ihrer Geduld am Ende. Seit dem 20. Dezember ist ihr Telefon tot, Anrufer bekommen die Ansage, dass der Anschluss vorübergehend nicht erreichbar sei. Und von ihrem Anbieter, der Telekom, kommen nur Versprechungen.

Seit Wochen ist das Loch neben dem Verteilerkasten der Telekom aufgebuddelt. Aber es tut sich nichts.
Seit Wochen ist das Loch neben dem Verteilerkasten der Telekom aufgebuddelt. Aber es tut sich nichts. Foto: Klaus-Peter Schillig

Die 79-Jährige hat ihr Spießrutenlaufen im Telekom-Shop und mit der Störungsstelle genau aufgeschrieben. Immerhin war demnach am 22. Dezember gleich ein Mitarbeiter des Unternehmens in ihrem Haus am Wellenpöhlen, konnte dort aber keinen Fehler entdecken. Die Fehlerquelle sollte also außerhalb liegen.

Am 29. Dezember wurden die Leitungen im Haus erneut überprüft und der Kundin angekündigt, dass die Behebung des Fehlers 14 Tage dauern könne. Am 3. Januar rückt ein kleiner Bagger an, buddelt gegenüber des Hauses ein Loch. Absperrbaken werden aufgestellt – danach passiert nichts mehr.

Buddelstopp wegen Weltkriegsbomben

Zwei Wochen später versucht Sigrun Thumel noch einmal ihr Glück bei der Störungsstelle. Es handele sich um eine größere Sache, für die erst Genehmigungen eingeholt werden müssten. Am 18. Januar wäre die Störung behoben. Die Wertheranerin erkundigt sich bei der Stadt nach der Art der Genehmigung, fragt auch noch mal im Telekom-Shop nach. Die Mitarbeiterin dort kann wieder nur die Störungsstelle anklingeln. Diesmal könnten mögliche Weltkriegsbomben die Ursache sein, dass nicht weiter gebuddelt werde.

Zwei Techniker im Baggerloch

In einer E-Mail an die Tochter, die im gleichen Haus störungsfrei telefonieren und surfen kann, wird der 8. Februar als Fertigstellungstermin avisiert. Am 1. Februar steigen zwei Techniker ins Baggerloch, fragen nach der Dauer der Störung und ziehen wieder ab.

»Man wird immer vertröstet. hat immer jemand anderen am Apparat. Ich finde das nicht in Ordnung«, schimpft Sigrun Thumel noch moderat. Die Telekom hat auf die WB-Anfrage am Dienstag nicht mehr reagiert.

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