White Cat Bone spielen immer am zweiten Samstag im Januar in Werther Musik und Bier – alles handgemacht

Werther-Rotingdorf (WB/el). Handgemachte Musik mit viel Herzblut kommt niemals aus der Mode. Darum sind sich die fünf Herren von White Cat Bone sicher, dass ihr Blues immer treue Anhänger finden wird. Auch wenn es bei ihrem Konzert in der Rotingdorfer Brauerei nur knapp 30 sind.

Etwas überrascht ist Hausherr und Brauer Michael Zerbst schon, dass die Gäste beim Blues-Konzert mit White Cat Bone in gemütlich kleiner Runde bleiben. Das hat er bei nicht weniger als vier vorherigen Konzerten schon anders erlebt.

Immerhin zeichnete das Quartett für das allererste Konzert in der Brauerei verantwortlich. Allerdings gab es seither auch eine achtjährige Pause. »Eine solche Pause und die ständige Terminsucherei möchte ich eigentlich nicht mehr«, sagt Michael Zerbst. Daher vereinbart er noch vor Ort einen festen Auftritt. Vom kommenden Jahr an, sollen White Cat Bone jeweils am zweiten Samstag im Januar in der Brauerei aufspielen.

Ob es dann jedoch noch so gemütlich-familiär bleibt, ist fraglich. Denn dem Quintett ist die Liebe zum Blues, Soul und frühen Rock mit Jazz-Einfluss sofort anzuhören. Harmonisch spielen sie zusammen, lassen sich aber auch immer wieder Raum für Soli und integrieren gern Gäste. An diesem Abend ist es der Detmolder Posaunist Gabor Jakab, der Stücke wie »Sweet Home Chicago« mit seinem Instrument bereichert. Voll tönend und mit quäkendem Dämpfer steigt er immer wieder ein. White Cat Bone verfügen nämlich über ein Repertoire, das rund drei Stunden füllt.

Mit ein paar Pausen für hausgemachte Currywurst und ein Glas Rotingdorfer Bier genießen die Gäste daher bis 22 Uhr ein wunderbares Konzert ganz im Sinne des Films »Blues Brothers«. Immerhin hat sich die Band mit Schwarzen Anzügen, Hüten und Sonnenbrillen auch passend ausstaffiert. Der lockere Keyboard-Anschlag, der hart-drängelige Bass und die schnörkellos-rauhe Gitarre sind ebenfalls filmreif – aber doch White Cat Bones.

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