Landfrauen hören Vortrag über Vorbereitung zum Geschichtsportal für Werther So sah Werther früher aus

Werther (mat). Wie hat sich Werther vom Bauerndorf zur modernen Kleinstadt entwickelt? Diese Frage beschäftigt zurzeit eine 15-köpfige Gruppe von Ehrenamtlichen, die gemeinsam an einem Geschichtsportal arbeiten. Ulrich Maaß stellte jetzt bei der Jahreshauptversammlung der Landfrauen erste Ergebnisse vor.

Man schreibt das Jahr 1910, Werther hat zwar die Stadtrechte, wirkt aber eher wie ein Dorf. Der Fotograf steht etwa in Höhe des heutigen Busbahnhofes mit Blick Richtung Kirche. Das zweigeschossige Gebäude links nach der Sattlerei Tiede ist heute das Sedan, Hinten rechts ist das frühere Gasthaus Brünig zu sehen, ganz im Vordergrund soeben noch angeschnitten die Brücke über den Schwarzbach.
Man schreibt das Jahr 1910, Werther hat zwar die Stadtrechte, wirkt aber eher wie ein Dorf. Der Fotograf steht etwa in Höhe des heutigen Busbahnhofes mit Blick Richtung Kirche. Das zweigeschossige Gebäude links nach der Sattlerei Tiede ist heute das Sedan, Hinten rechts ist das frühere Gasthaus Brünig zu sehen, ganz im Vordergrund soeben noch angeschnitten die Brücke über den Schwarzbach.

Vor dem Vortrag blickten die Landfrauen zurück auf die zahlreichen Aktionen der vergangenen Monate. Besonders gut angenommen wurden 2017 von den 150 Mitgliedern die Besichtigung der Firma Delcotex in Jöllenbeck, die Weihnachtsfeier im Bürgerhaus Häger und die Aktion »Pumps@Bauernhof«, bei der die Landfrauen dem Apfelgarten Linhorst einen Besuch abstatteten.

Vorsitzende im Amt bestätigt

»Wir bemühen uns, in unserem Programm möglichst viel auszuprobieren und das Miteinander zu stärken«, sagt Wilgund Ermshaus vom Vorstandsteam. Gemeinsam mit Sabine Speckmann wurde sie im Rahmen der Versammlung in ihrem Amt für weitere vier Jahre bestätigt. Unterstützung bekommen sie dabei von Diana Struck und Roswitha Diembeck, die neu gewählt wurden. Als Mitarbeiter, die dem Vorstand bei Organisatorischem helfen, sind von nun an Silke Schierenbeck, Angelika Herzog, Theresa Lampenscherf, Maren Steinmann, Astrid Pirog und Gudrun Kronsbein tätig.

Sabine Speckmann, Wilgund Ermshaus, Theresa Lampenscherf, Birgitta Wulfmeyer, Marianne Albrecht, Susanne Temming, Diana Struck, Gudrun Kronsbein, Gisela Lindert und Referent Ullrich Maaß zurück und voraus. Foto: Sara Mattana

Und gemeinsam haben sie sich einiges vorgenommen: Mit dem traditionellen Winterfest im Bergfrieden beginnt am Samstag, 10. Februar, um 19.30 Uhr ein abwechslungsreiches Jahr. Denn sei es der Evangelische Landfrauentag in Halle oder der Workshop für Druck mit Holzmodellen auf Papier und Stoff – Langeweile kommt bei ihrem Programm mit Sicherheit nicht auf. Auch soll im März Oster-Dekoration unter Verwendung der Heißklebepistole gebastelt werden, bevor der Weg die Landfrauen bei ihrer Frühjahrswanderung im April von Nordholz aus zum Dorfladen Häger führt.

Vom Bauerndorf zur Stadt

Ulrich Maaß nutzte die Gelegenheit, um mit den Landfrauen sowohl über Werther im geschichtlichen Wandel als auch über das neue Geschichtsportal zu sprechen. Anhand von alten Fotos zeigte er, wie sich das Bauerndorf im Laufe der Jahre zur Stadt entwickelt hat. Und um diese historischen Informationen bald jedem zugänglich zu machen, arbeitet er derzeit gemeinsam mit einer 15-köpigen Gruppe von Ehrenamtlichen an einem Geschichtsportal.

Im April 2019 und damit passend zum Stadtrechtsjubiläum soll die Homepage online verfügbar sein und gesammelte Informationen rund um die Geschichte Werthers bereitstellen. »Ich interessiere mich schon lange für das Thema und habe deshalb schon viel dazu gesammelt. Dies möchte ich jetzt mit der Öffentlichkeit teilen« sagt Ulrich Maaß, der dabei sowohl mit der Stadt Werther als auch mit historisch interessierten Privatpersonen und dem Heimatverein zusammenarbeitet.

Forum zum Gedankenaustausch

Die geschichtliche Homepage soll später stetig weiterentwickelt werden können und auch an ein Forum zum Gedankenaustausch wird gedacht. Momentan ist die Gruppe jedoch noch damit beschäftigt, den großen Fundus von Materialien zu sortieren und in ein internettaugliches Format zu bringen. »Da ist einiges an Fleißarbeit notwendig, aber das Grundgerüst der Homepage steht bereits«, sagt Ullrich Maaß, der seit etwa zwei Jahren an diesem Projekt arbeitet.

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