Erlös von zwei Frauen-Flohmärkten unterstützt Projekte in Werther und Bielefeld Endlich gibt es eine neue Nähmaschine

Werther (pes). Sie heißen »Feminin» und »Rubens«, sind Second-Hand-Märkte für Frauen von Frauen und schon nach wenigen Jahren zu echten Rennern geworden. Aus dem Reinerlös der drei vergangenen Veranstaltungen haben die Organisatorinnen jetzt insgesamt 1500 Euro an Spenden weitergegeben.

Astrid Müller (von links), Claudia Koch und Petra Tönsmann organisieren die Flohmärkte, Sonja Jung (Wildwasser), Anke Nagel (von den »Sandkastenrockern« und Petra Koop (ÖFI-Nähgruppe) bekommen jeweils eine Spende, Gleichstellungsbeauftragte Elke Radon hat vermittelt.
Astrid Müller (von links), Claudia Koch und Petra Tönsmann organisieren die Flohmärkte, Sonja Jung (Wildwasser), Anke Nagel (von den »Sandkastenrockern« und Petra Koop (ÖFI-Nähgruppe) bekommen jeweils eine Spende, Gleichstellungsbeauftragte Elke Radon hat vermittelt. Foto: Klaus-Peter Schillig

Petra Tönsmann, Astrid Müller und Claudia Koch, die drei Organisatorinnen, haben die Flohmärkte im Haus Werther genau zu diesem Zweck ins Leben gerufen: Anderen Organisationen bei der Finanzierung zu helfen. Diesmal sind, durch Vermittlung der Gleichstellungsbeauftragten Elke Radon, der Verein Wildwasser in Bielefeld, die Spielgruppe »Sandkastenrocker« und die Nähgruppe der Ökumenischen Flüchtlings-Initiative (ÖFI) zu gleichen Teilen die Empfänger.

»Wildwasser« braucht Sichtschutz

Das Wildwasser-Café an der Sudbrackstraße in Bielefeld (www.wildwasser-bielefeld.de) ist ein offener Treffpunkt für Frauen ab 18 Jahren, die in ihrer Jugend sexuelle Gewalt erlebt haben oder davon berührt sind. Der Verein fungiert auch als Beratungsstelle, ist in seiner Form in den öffentlichen Finanzierungen aber quasi nicht vorgesehen, wie Leiterin Sonja Jung erläutert. Spenden sind für den Betrieb also unerlässlich. Mit den 500 Euro soll der Außenbereich des Cafés wieder einen Sichtschutz erhalten.

Syrische Schneiderin ist ein Glücksfall

Anke Nagel und Cornelia Kley leiten in der Ampelschule die Spielgruppe »Sandkastenrocker« für Zwei- und Dreijährige, die noch nicht in einen regulären Kindergarten können, dürfen oder sollen. An vier Tagen in der Woche werden die Kinder hier betreut, die finanzielle Spritze dürfte schnell Verwendung finden.

Petra Koop hat die Nähgruppe der ÖFI ins Leben gerufen, obwohl sie selbst eigentlich keine aktive Handarbeiterin ist. Sie wollte aber geflüchteten Frauen die Möglichkeit bieten, herauszukommen und Kontakte zu knüpfen. Glücksfall ist dabei eine aus Syrien stammende Schneiderin, die für die fachliche Anleitung sorgt. »Jetzt können wir endlich eine neue Nähmaschine und vielleicht auch ein paar moderne Stoffe kaufen«, freut sich Petra Koop.

Nächster Flohmarkt am Samstag

Der nächste Secondhand-Markt »Feminin« steht bereits vor der Tür. Am Samstag, 20. Januar, werden wieder viele Kleidungsstücke, Taschen, und sonstiges Zubehör – »alles rundum für die Frau« – im Obergeschoss des Hauses Werther angeboten. Geöffnet ist von 14 bis 17 Uhr. Die 24 zur Verfügung stehenden Verkaufsstände sind allerdings schon seit Anfang Januar ausgebucht. Stöbern wird sich aber lohnen, außerdem gibt es Kaffee und Kuchen. Der Erlös geht wieder an gemeinnützige Gruppen oder Organisationen, die Arbeit für Frauen leisten.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.