Fenster müssen rein – dann klappt’s in Werther auch mit dem Eröffnungstermin Dicker Scheck fürs Museum

Werther (WB). Von außen deutet derzeit nicht viel darauf hin, dass das neue Museum nach exakt zweijähriger Bauzeit am 7. April, Böckstiegels 129. Geburtstag, planmäßig eröffnet wird. Bei einem Rundgang über die Baustelle und einem Blick ins Innere kann man durchaus einen anderen Eindruck gewinnen.

Von Johannes Gerhards
Bei der offiziellen Übergabe des LWL-Förderbescheides hat sich Landesdirektor Matthias Löb (3. von links) gleich angesehen, wo das Geld verbaut wurde. Auf der Baustelle begrüßten ihn (von links) Ursula Bolte (Vorstandsvorsitzende PAB-Stiftung), Elke Hardieck (Kuratoriumsvorsitzende), Beate Behlert (Stiftungs-Geschäftsführerin), Ursula Ecks (Landschaftsversammlung), Museumsleiter David Riedel, Dr. Ulrike Gilhaus (Leiterin LWL-Museumsamt) und Bürgermeisterin Marion Weike.
Bei der offiziellen Übergabe des LWL-Förderbescheides hat sich Landesdirektor Matthias Löb (3. von links) gleich angesehen, wo das Geld verbaut wurde. Auf der Baustelle begrüßten ihn (von links) Ursula Bolte (Vorstandsvorsitzende PAB-Stiftung), Elke Hardieck (Kuratoriumsvorsitzende), Beate Behlert (Stiftungs-Geschäftsführerin), Ursula Ecks (Landschaftsversammlung), Museumsleiter David Riedel, Dr. Ulrike Gilhaus (Leiterin LWL-Museumsamt) und Bürgermeisterin Marion Weike. Foto: Johannes Gerhards

»Wir liegen mit einer Ausnahme voll im Zeitplan«, sagt der künftige Museumsleiter David Riedel anlässlich der offiziellen Übergabe eines Förderbescheides des Landschaftsverbandes (LWL). Lediglich beim Einbau der Fenster mit Spezialverglasung der Sicherheitsstufe RC2 und RC3 und der passenden Rahmen sei die beauftragte Firma etwas in Verzug. Falls sich dieses Problem in absehbarer Zeit lösen lasse, könne der Eröffnungstermin eingehalten werden.

Der aktuelle Förderbescheid umfasst die Teilsumme von 250.000 Euro, der Rest über 235.000 Euro soll in den kommenden Jahren gezahlt werden. Damit übernimmt der LWL 400.000 von insgesamt 3,5 Millionen Euro für das Bauvorhaben und stellt weitere 85.000 Euro für Einrichtungs- und Inklusionsmaßnahmen zur Verfügung.

»Wir sind stolz«

»Wir sind stolz, dass wir so weit gekommen sind, den kleinen Rest kriegen wir auch noch hin«, betonte Ursula Bolte als Vorstandsvorsitzende der PAB-Stiftung und bedankte sich für fachliche Begleitung und die große finanzielle Unterstützung. Landesdirektor Matthias Löb zeigte sich schon nach kurzem Eindruck positiv überrascht.

Das neue Museum neben Böckstiegels Wohn- und Wirkstätte werde sich als wahrer Glücksfall zu einem Identifikationsort und Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens entwickeln. Er lobte die kompetente, angenehme und ergebnisorientierte Zusammenarbeit aller Beteiligten und wünschte dem starken Netzwerk jederzeit »genug helfende Hände und viele spannende Wechselausstellungen«.

Brückenschlag nach Dresden

An den bisher noch leeren Wänden sieht David Riedel vor seinem inneren Auge bereits die Bilder hängen . »Zunächst werden wir mit einer Böckstiegel-Ausstellung beginnen und danach eine Auswahl von Werken aus dem LWL-Museum Münster zeigen«, blickte er bereits weit in die Zukunft. Lokaler Bezug, westfälische Bedeutung und nationale kunstgeschichtliche Ausrichtung mit »Brückenschlag nach Dresden«, Böckstiegels zweiter Wirkungsstätte, werden dem Museum ein einzigartiges Profil geben.

Bürgermeisterin Marion Weike sprach von einem Leuchtturm-Projekt mit einer weit über die Region hinaus gehenden Strahlkraft. Die kommunale Familie aus Stadtrat und Verwaltung habe gut verzahnt mit Landschaftsverband und Kreis kooperiert. Für das Parkplatzproblem zeichnet sich laut Weike eine Lösung ab. Die Stadt besitze ein geeignetes Grundstück in der Nähe, 200.000 Euro sind dafür bereits im Haushalt veranschlagt.

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