Geringere Anmeldezahl älterer Jahrgänge schafft in Werther Platz für die Kleinsten Kita-Kinder immer jünger

Werther (WB). Der Kindergarten-Neubau der Johanniter Unfall-Hilfe (JUH) kommt genau zur rechten Zeit. Mit den zusätzlichen Plätzen, die zum 1. August in der Rodderheide zur Verfügung stehen werden, kann der aktuelle Bedarf in Werther ziemlich genau gedeckt werden.

Von Klaus-Peter Schillig
Mit der neuen JUH-Kita reicht es genau: In Werther können alle angemeldeten Kinder untergebracht werden. Die Gruppen müssen aber von der Alterszusammensetzung her geändert werden.
Mit der neuen JUH-Kita reicht es genau: In Werther können alle angemeldeten Kinder untergebracht werden. Die Gruppen müssen aber von der Alterszusammensetzung her geändert werden. Foto: Klaus-Peter Schillig

Nach Abschluss der Anmeldungen in den künftig acht Einrichtungen im Stadtgebiet hat Andrea Hohnhorst, Leiterin der AWO-Kita am Speckfeld, die Liste für alle Kitas zusammengestellt, um Doppelanmeldungen auszusortieren. Übrig geblieben sind 116 Kinder, die im kommenden Kindergartenjahr nach den Sommerferien untergebracht werden müssen. Das klappt auch, obwohl die Altersstrukturen sich deutlich verschieben.

Die Gruppen altersmäßig neu sortiert

Für die vorhandenen 65 Plätze für Kinder zwischen drei und sechs Jahren (Ü3) liegen 41 Anmeldungen vor, 24 wären also frei. Dafür gibt es für die 33 Plätze für Zweijährige 40 Anmeldungen und auch für die 24 Plätze für Unter-Zweijährige gibt es elf Anmeldungen mehr.

Das aber könne ausgeglichen werden, kann Andrea Hohnhorst vor allem die Eltern der kleineren Kinder beruhigen, weil die Alterszusammensetzungen in den Gruppen der JUH-Kita nach Gesprächen mit dem Kreisjugendamt noch einmal verändert werden können. Gleich Anfang des Jahres wird es eine weitere Zusammenkunft der Kita-Leitungen geben, um die Anmeldungen und Plätze abzustimmen und die Prioritäten der Eltern nach der Wunsch-Einrichtung für ihr Kind möglichst zu berücksichtigen. Die Bescheide gibt es aber erst im März.

Einigkeit mit dem Kreis erzielt

Über eine Veränderung der Gruppenzuschnitte hat Gerald Donath, Regionalvorstand der Johanniter, mit Madline Wittenbrink, der Kindergartenplanerin des Kreisjugendamtes, bereits Einigkeit erzielt. »Das Gebäude ist groß genug, wir hätten auch noch zusätzliche Räume zur Verfügung«, sagt Donath. Denn die JUH baut nicht nur dreizügig, wie vom Kreis vorgeschlagen, sondern gleich eine Vier-Gruppen-Einrichtung. »Damit wir nicht später noch anbauen müssen«, sagt Donath.

Den freien Raum wird vorerst die JUH-Ortsgruppe für Treffen und Erste-Hilfe-Kurse nutzen. »Aber die sind ja nur abends da. Tagsüber könnte der Raum noch als zusätzlicher Schlafraum genutzt werden.« In der JUH-Kita gibt es demnach zum Start eine altersgemischte Gruppe mit 15 Kindern, eine Ü-3-Gruppe mit 22 Kindern und eine U-3-Gruppe, in der zehn Kinder unterkommen.

In sechs Monaten kann der Neubau stehen

Das Grundstück am Rande des Gewerbegebietes Rodderheide hat die JUH inzwischen von der Stadt übernommen, der erste Spatenstich steht aber noch nicht fest. Die Genehmigung des Landesjugendamtes ist beim Kreis Gütersloh noch nicht eingegangen. Und über die Baugenehmigung hatte Gerald Donath kurz vor Weihnachten auch noch keine Mitteilung bekommen. Bei der modernen Bauweise einer Kita reicht in der Regel aber eine Bauzeit von sechs Monaten.

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