Container am Speckfeld stünden als Übergangslösung zur Verfügung Pläne für neuen Kindergarten

Werther (WB). Immer mehr Kinder unter drei Jahren sollen schon in den Kindergarten. Dafür aber fehlt es in Werther an genügend Plätzen. Schon nach den Sommerferien soll deshalb eine Übergangslösung starten. Derweil startet schon jetzt die Suche nach ein Grundstück und Träger für einen Neubau.

Von Klaus-Peter Schillig
Die Container, in die die Kita Speckfeld wegen eines Wasserschadens umziehen musste, können nach dem Sommer gleich stehen bleiben – als Übergangslösung für einen wahrscheinlichen Kindergarten-Neubau.
Die Container, in die die Kita Speckfeld wegen eines Wasserschadens umziehen musste, können nach dem Sommer gleich stehen bleiben – als Übergangslösung für einen wahrscheinlichen Kindergarten-Neubau. Foto: Freya Schlottmann

Die Mitglieder des Sozial-Ausschusses bekamen von den Expertinnen des Kreises Gütersloh, Sachgebietsleiterin Inga Garten und deren Kollegin Madline Wittenbrink, Zahlen und mögliche Lösungen präsentiert. Beide sind zuständig für die Kindergartenbedarfsplanung im Kreis und machten den Wertheranern deutlich, dass man hier von den Richtwerten des Kreises teilweise weit entfernt sei. Die stellen zwar keine bindenden Werte da, dienen aber dazu, den gesetzlichen Anspruch auf einen Kindergartenplatz erfüllen zu können. Wünschenswert ist es aus Sicht des Kreisjugendamtes auch, die auf das Grundschul-Grundstück ausgelagerte altersgemischte »Entengruppe« wieder in eine Kindertagesstätte zu integrieren.

Pastor Hartmut Splitter hatte es wegen eines zur Verfügung stehenden Grundstückes neben dem bestehenden Kindergarten »Im Viertel« angeboten, – der Kreis hält Erweiterungen bestehender Einrichtungen allerdings nicht für praktikabel, weil es dann schwerer sei, den gewünschten Altersmix hinzubekommen Laut Bürgermeisterin Marion Weike sei dann auch die Finanzierung schwieriger zu handhaben.

Alles läuft deshalb auf einen Neubau hinaus. Nach einstimmigem Beschluss des Ausschusses wird der Kreis schon mal eine Ausschreibung für mögliche Trägerschaften veröffentlichen. Da möglichst schnell mehr Plätze angeboten werden sollen, haben Kreis und Stadt auch schon Vorgespräche für eine Übergangslösung geführt. »Dafür können wir die Pavillons nutzen, in die zurzeit die Kita Speckfeld ausgelagert ist,« schlug Madline Wittenbrink vor. Die Container würden rechtzeitig frei, weil die AWO-Kita dann die nach einem Wasserschaden sanierten Räume am 1. August wieder beziehen kann.

Die Container müssen allerdings wohl gründlich inspiziert werden, denn Heike Wäger (UWG) wusste von Mäusen und undichten Dächern zu berichten. Ausschussvorsitzende Birgit Ernst ließ sich bestätigen, dass die Nutzung der Container kein Vorgriff auf eine mögliche Trägerschaft durch die AWO darstelle. Bis zum 1. August sollte allerdings ein Träger schon gefunden sein, riet Inga Garten.

Nur für Ü-3-Kinder gibt es genügend Plätze

Mit einer Quote von 98 Prozent (Richtwert Kreis: 95 Prozent) ist Werther bei Betreuungsplätzen für Kinder zwischen drei und sechs Jahren (Ü3) gut aufgestellt, hinkt aber bei den jüngeren Kindern hinterher. Bei den Zwei- bis Dreijährigen kommt Werther auf 47 Prozent (Richtwert: 65), bei den Ein- bis Zweijährigen auf 15 Prozent (Richtwert: 20).

Auch nach der Gründung einer Großtagespflege (Extra-Bericht) und einem Neubau würde die Stadt die Richtwerte bei den Zwei- bis Dreijährigen mit 59 Prozent immer noch nicht erreichen.

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