Nach Ruhestörung zeigt sich 26-Jähriger aggressiv gegenüber den Beamten Flüchtling pöbelt gegen Polizisten

Werther (WB). Die Polizei hat am Samstag einen Bewohner der Flüchtlingsunterkunft Weststraße in Werther in Handschellen gelegt. Der junge Mann war gegenüber den Beamten aggressiv aufgetreten.

Das Wohnheim an der Weststraße in Werther.
Das Wohnheim an der Weststraße in Werther. Foto: Marco Kerber

Die Beamten wurden gegen 22.55 Uhr wegen einer Ruhestörung gerufen. Vor Ort drang laute Musik aus einer Erdgeschosswohnung. Deren Bewohner, ein 26-jähriger Zuwanderer aus dem Iran, zeigte sich der Ansprache der Polizeibeamten gegenüber deutlich uneinsichtig. Er weigerte sich der Polizei zufolge aggressiv und lautstark, die Musik leiser zu stellen.

Als die Beamten Teile seiner Musikanlage sicherstellen wollten, setzte sich der Mann, der augenscheinlich alkoholisiert war, zur Wehr. Daraufhin wurden ihm Handfesseln angelegt. Der Beschuldigte beschimpfte die Polizeibeamten, wehrte sich und trat nach ihnen. Dieses Verhalten setzte er auch vor der Unterkunft fort.

Ohnmacht vorgetäuscht

Vorsorglich zogen die Polizisten einen Rettungswagen hinzu, da der 26-Jährige einer drohenden Festnahme entgehen wollte, indem er eine Ohnmacht vortäuschte. Die Rettungssanitäter konnten jedoch keinerlei Auffälligkeiten am Gesundheitszustand des Beschuldigten feststellen. Deshalb wurde er nach Bielefeld in Polizeigewahrsam gebracht. Ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte wurde eingeleitet.

Bürgermeisterin Marion Weike bestätigte auf Anfrage, dass der junge Iraner aufgrund früherer Vorfälle bereits bekannt in der Stadtverwaltung ist. Man habe bereits vor Wochen bei der zuständigen Bezirksregierung in Arnsberg einen Antrag auf Umverteilung in eine andere Kommune für den Flüchtling gestellt.

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