Mit pfiffiger Sitzgelegenheit will die Möbelmanufaktur für Aufsehensorgen Die Chance am »Zipfel« packen

Werther-Häger (WB). Dieser Hingucker ist der »Zipfel«: Ein ungewöhnliches Accessoire wird bei der Internationalen Möbelmesse in Köln am Stand der Möbelmanufaktur Werther die Blicke auf sich ziehen.

Von Margit Brand
Tim Oberwelland hat die pfiffigen Hocker mit Zipfeln bereits einem Nutzungs- und Härtetest von Kindern unterziehen lassen.
Tim Oberwelland hat die pfiffigen Hocker mit Zipfeln bereits einem Nutzungs- und Härtetest von Kindern unterziehen lassen. Foto: Margit Brand

Designer Jan Armgard, langjähriger Partner der Polstermöbelhersteller aus Häger, hat den Hocker entworfen. Er macht Furore, schon bevor er offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt worden ist. Im Weihnachtsgeschäft genauso wie beim »Hägeraner Advent«: Ein Dutzend der federleichten Zylinder mit dem rechteckigen Wollfilz-Bezug (so entstehen zwei »Zipfel«) hatte die Familie Oberwelland zu diesem Anlass ins Bürgerhaus gestellt. »40 Kinder haben darauf herumgetobt«, erzählt Juniorchef Tim Oberwelland lachend. »Den Härtetest hat das kleine Möbelstück bestanden. Ein Nachmittag mit den Kindern war wie zehn Jahre in einem normalen ›Zipfel­‹-Leben.«

Zwei Größen waren zunächst konzipiert – ein schlanker als Stuhlersatz, ein etwas breiterer zum Füßehochlegen. Inzwischen gibt es auch schon einen »Zwerg« in passender Kinderhöhe. Weiterer »Familienzuwachs« beim Zipfel ist nicht ausgeschlossen. Tim Oberwelland spukt schon die Idee von einem »Internationalen Zipfel-Treffen« zur nächsten WM im Kopf herum.

Bevor die »Zipfel« aber ihre Aufgaben in den verschiedensten Räumen ihrer Käufer vom Büro bis ins Bad annehmen, haben sie einen wichtigen Auftrag in Köln: Sie sollen Aufmerksamkeit erzeugen. Voriges Jahr hatte »Werther« Schauspieler engagiert, die am Messestand mit und auf den Polstermöbeln lebten, als stünden sie in einem Wohnzimmer. »Da kuschelten sich welche unter die Decke oder tranken gemütlich eine Tasse Kaffee«, erinnert sich Klaus Oberwelland. Das habe allen sehr viel Spaß gemacht. »Aber so eine Idee darf sich auch nicht abnutzen.«

Überhaupt will das Hägeraner Unternehmen vor allem mit Klasse überzeugen. Anspruchsvolles Design gepaart mit hohem Sitzkomfort und außergewöhnlicher Qualität, die noch handgemacht ist in Häger: Damit will sich das kleine, aber feine Möbelhaus am Markt, genauer: im exklusiven Segment behaupten. Gerade italienische Marken, die der Hauch des Besonderen umweht, gilt es zu übertreffen. Fast 100 Jahre Erfahrung werfen die Hägeraner in die Waagschale.

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