Ökumenische Flüchtlingsinitiative baut Pavillon an Weststraße Werkstatt und Treffpunkt in einem

Werther (WB/jad). Am Ende werden es um die 400 Arbeitsstunden gewesen sein, die die Ehrenamtlichen der Ökumenischen Flüchtlingsinitiative gemeinsam mit den Bewohnern für den Bau des Pavillons investiert haben.

Packen gemeinsam an (von links): Berih Gebrekrstos aus Eritrea, Wilfried Panhorst, Hagen Franke, Birgit Reinhardt, Martin Ahmedi aus Albanien und Wolfgang Ohse.
Packen gemeinsam an (von links): Berih Gebrekrstos aus Eritrea, Wilfried Panhorst, Hagen Franke, Birgit Reinhardt, Martin Ahmedi aus Albanien und Wolfgang Ohse. Foto: Jan Dresing

Doch der Aufwand hat sich gelohnt. Im Garten der Flüchtlingsunterkunft an der Weststraße steht nun ein frisch errichteter, offener Holzbau – er ist Fahrradwerkstatt und kommunikativer Treffpunkt für die Bewohner in einem.

Bis zu 90 Personen wohnen in den vier Einzelhäusern. Doch dort gibt es weder Aufenthaltsraum noch Werkstatt für die zahlreichen Fahrräder. »Da sind viele alte Schätzchen dabei, die öfters repariert werden müssen«, betonte Wilfried Panhorst von der Flüchtlingsinitiative. Das muss nun nicht mehr auf dem Rasen geschehen, sondern im Trockenen. Das besondere bei dem Projekt: Bei jedem Arbeitsschritt waren Flüchtlinge beteiligt. Sie halfen, die Steinplatten zu verlegen, das Holzgerippe im Garten aufzustellen, reichten Pfannen an, deckten das Dach ein oder schnitten Holzlatten zurecht. Einmal in der Woche ging es zudem in die Werkstatt von Zimmerer Hagen Franke in Bockhorst. Das Engagement für Geflüchtete liegt ihm am Herzen, betonte Franke, der ehrenamtlich hilft. »Ich wollte mit ihnen etwas Handwerkliches machen, um sie aus den Zimmern herauszukriegen«, erklärte der Zimmermann, den die Flüchtlinge nur »Chef Hagen« nennen. Dass sie am Ende stolz auf das geleistete Werk blicken können, stärke zudem ihr Selbstbewusstsein, sagt Franke: »Für einige von ihnen war das Projekt der Startschuss, andere Dinge wie den Sprachkurs intensiver in Angriff zu nehmen.«

Im vergangenen Jahr hat Franke bereits gemeinsam mit der Initiative und den Bewohnern einen hölzernen Fahrradunterstand gebaut. Nun konnte der zweite Teil des Projekts »Fahrrad- und Kommunikationswerkstatt« fertig gestellt werden.

Wilfried Panhorst rechnet für beide Unterstände mit Materialkosten von etwa 6000 Euro, die mithilfe von Spenden- und Fördergeldern gestemmt werden.

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