Neubau der Tagespflege an der Enger Straße hat begonnen Kaum billige Wohnungen

Werther (WB/pes). Für Senioren mit schmalem Portemonnaie ist es sehr schwierig, in Werther eine preiswerte, barrierefreie Wohnung zu finden. Öffentlich geförderte Wohnungen zu bauen, scheine zurzeit nicht lukrativ zu sein.

Das Gebäude der Bauidee Werther, in dem auch eine Tagespflege und eine Wohngruppe des Vereins Daheim ihr Domizil finden werden, entsteht gerade auf dem Gelände des ehemaligen Güterschuppens neben dem Kleinbahnhof.  
Das Gebäude der Bauidee Werther, in dem auch eine Tagespflege und eine Wohngruppe des Vereins Daheim ihr Domizil finden werden, entsteht gerade auf dem Gelände des ehemaligen Güterschuppens neben dem Kleinbahnhof.   Foto: Stefan Küppers

Martina Flaig, die Pflegeberaterin im Wertheraner Rathaus, hat reichlich zu tun, um ältere Menschen oder deren Angehörige in allen Fragen rund um die Pflege zu beraten. Der Wunsch, möglichst lange in den eigenen vier Wänden wohnen zu können, scheitert aber oft am mangelnden Angebot, wie sie jetzt im Sozialausschuss erläuterte. Weil Wertheraner Bewerber Vorrang genössen, sei es nahezu unmöglich, Angehörige von Außerhalb in Werther in einer öffentlich geförderten Wohnung unterzubringen.

Für pflegebedürftige Personen wird das Angebot allerdings größer. Nach dem Abriss des alten Güterschuppens neben dem Kleinbahnhof an der Engerstraße hat die Bauidee Werther hier mit ihrem Neubauprojekt begonnen. Die Arbeiten am Kellergeschoss sind im vollen Gange. In dem dreigeschossigen Gebäude, das insgesamt 65 Meter lang werden soll, wird der kreisweit aktive Verein Daheim im Erdgeschoss eine Tagespflege-Einrichtung unterbringen, im Obergeschoss eine Wohngruppe. Unter dem Dach werden Wohnungen angeboten.

Ansonsten habe sich im vergangenen Jahr nicht viel getan, berichtete die stellvertretende Sozialamtsleiterin Ulrike Miesen dem Ausschuss. Die Tagespflege schließt eine Lücke in Werther, auch die Wohngruppe dürfte schnell ausgebucht sein. Mit Einrichtungen der Tagespflege ist der Kreis Gütersloh führend im Land. Auch die Wohngruppen sind begehrt und mehr gefragt als Plätze in einer stationären Einrichtung.

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