Neue Ausstellung zeigt Werke Ernst Barlach Unbezahlbar für Böckstiegel

Werther (WB/mat). Beide sind zur gleichen Kunstgewerbeschule gegangen und haben später an der Dresdner Akademie studiert: Die beiden Künstler Peter August Böckstiegel und Ernst Barlach haben bereits auf den ersten Blick vieles gemeinsam. Nun werden einige Kunstwerke Barlachs bis Sonntag, 19. Juni, im Böckstiegelhaus zu sehen sein.

Maria Ferreira-Obenhaus (links) und Elena Schmidt präsentieren einige Werke des Künstlers Ernst Barlach wie die Bronzeskulptur »Der Rächer« oder das Bild »Der heilige Krieg«.
Maria Ferreira-Obenhaus (links) und Elena Schmidt präsentieren einige Werke des Künstlers Ernst Barlach wie die Bronzeskulptur »Der Rächer« oder das Bild »Der heilige Krieg«. Foto: Sara Mattana

Zu Lebzeiten als großes Vorbild angesehen und sehr geschätzt hat Peter August Böckstiegel den 19 Jahre älteren Ernst Barlach. Ob sich die beiden Künstler allerdings je persönlich begegnet sind, ist bis heute nicht bekannt. Der Wertheraner Maler hat jedoch schon früh damit begonnen, Werke des in Wedel bei Hamburg geborenen Barlach zunächst in einer imaginierten Kunstsammlung zusammenzutragen.

Öffnungszeiten

Bis Mitte Juni ist die Ausstellung im Böckstiegel-Haus, Schloßstraße 111 in Werther, zu sehen. Und zwar samstags und sonntags zwischen 14 und 16 Uhr.

1922 schien sich für Böckstiegel dann der Traum von einer eigenen Barlach-Sammlung zumindest teilweise erfüllt zu haben, denn damals schrieb er: »Gern möchte ich noch eine Barlach-Plastik haben, aber die sind heute für mich unbezahlbar. Holzschnitte und Steinzeichnungen habe ich einige.«

Barlachs Kunst dreht sich vor allem um den Menschen und die Widrigkeiten seiner Existenz und damit um Themen, die besonders seit dem Ersten Weltkrieg viele Maler beschäftigten. Da Böckstiegel ihn aber nicht nur als Künstler, sondern ebenso als Schriftsteller und Dramatiker schätzte, ist dessen Einfluss auf den Wertheraner Künstler nicht zu unterschätzen. So lässt sich eine inhaltliche Nähe genauso feststellen wie Parallelen in der künstlerischen Qualität.

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