Stadtverwaltung sperrt mehrere Straßen während der Wanderung von Amphibien Kröten haben Vorfahrt

Werther (WB). Wegen der Krötenwanderung sollten Autofahrer in Werther an mehreren Stellen vorsichtig sein. Manche Straßen werden vorübergehend gesperrt.

Auf der Straße sind sie leichte Opfer: Auf dem Weg zu ihren Laichgewässern werden Kröten und Co. häufig von Autos überfahren. Die Stadt schränkt zu ihrem Schutz den Verkehr ein.
Auf der Straße sind sie leichte Opfer: Auf dem Weg zu ihren Laichgewässern werden Kröten und Co. häufig von Autos überfahren. Die Stadt schränkt zu ihrem Schutz den Verkehr ein. Foto: dpa

Der städtische Umweltbeauftragte Werner Schröder teilt mit, dass die Krötenwanderung in Werther in diesen Tagen eingesetzt hat. Aus ihren Winterquartieren treibt es nun Frösche, Kröten und Molche zu ihren angestammten Laichgewässern, um dort ihre Eier abzulegen, aus denen sich dann der Nachwuchs entwickelt.

Mit zunehmender Verkehrserschließung sind viele angestammte Wanderwege der Amphibien durch Straßen zerschnitten. Den langsamen Tieren droht beim Überqueren der Straßen der Verkehrstod. An manchen Orten sind so ganze Amphibien-Populationen zusammengebrochen.

Um Amphibien im Stadtgebiet davor zu schützen, ist es einmal im Jahr notwendig, vorübergehende Einschränkungen für den Autoverkehr zu akzeptieren. Die Stadt Werther hat deshalb mit der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Gütersloh und dem Straßenverkehrsamt des Kreises die folgenden verkehrsregelnden Maßnahmen für die Zeit der Amphibienwanderung abgestimmt:

Der Sudheidewege wird durch eine Absperrschranke zeitlich begrenzt von 19 bis 8 Uhr gesperrt. Die Bahnbreede wird in der Zeit der Amphibienwanderung vom Kreuzungsbereich Isingdorfer Bruch bis Kampheide durch eine Absperrschranke gesperrt.

Die Schloßstraße wird ab der Einmündung Ellersiek bis zur der Deppendorfer Straße durch Verbotschilder von 19 bis 7 Uhr für den Durchgangsverkehr gesperrt, Anlieger frei. An der Haller Straße und an der Schloßstraße sind außerdem Amphibien-Schutzzäune aufgestellt worden, die die Tiere am Überqueren der Fahrbahn hindern und die von ehrenamtlichen Helfern betreut werden.

Die Stadtverwaltung bittet insbesondere die Autofahrer um Rücksichtnahme und um Verständnis für die verkehrsregelnden Maßnahmen für den Amphibienschutz. Wer Interesse hat, sich am Amphibienschutz zu beteiligen, wendet sich an Peter Michalke vom BUND, Tel. 05203/3987, oder an das Büro des Umweltbeauftragten im Rathaus, Tel. 705-65.

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