Strom- und Gasversorgung kooperiert mit Dissen Auf Expansionskurs

Versmold (WB). Die Strom- und Gasversorgung Versmold (SGV) ist auf ihrem Expansionskurs einen großen Schritt weiter gekommen. Der Planungsausschuss der Stadt Dissen empfiehlt dem dortigen Rat, mit der SGV für die Energieversorgung zu kooperieren. Der bisherige Netzbetreiber RWE zog somit den Kürzeren.

Von Klaus Münstermann
Die Strom- und Gasversorgung Versmold (SGV) will weiter wachsen. Deshalb ist Geschäftsführer Jörg Kogelheide froh, dass sich die Stadt Dissen zu einer Kooperation entschlossen hat.
Die Strom- und Gasversorgung Versmold (SGV) will weiter wachsen. Deshalb ist Geschäftsführer Jörg Kogelheide froh, dass sich die Stadt Dissen zu einer Kooperation entschlossen hat. Foto: Münstermann

Ein Arbeitskreis mit Vertretern aller vier Fraktionen in Dissen hat sich in den vergangenen 24 Monaten damit beschäftigt, einen Wechsel in der Dissener Energiepolitik zu mehr Regionalisierung und Rekommunalisierung zu vollziehen. Anfangs waren mit den Stadtwerken Osnabrück, der Georgsmarienhütte GmbH und der Teutoburger Energie Netzwerk (Ten) aus Hagen zwei weitere Konkurrenten an der Energieversorgung in Dissen interessiert. Konkrete Angebote wurden jedoch nur von der RWE und der SGV in einer aufwändigen Bewertungsmatrix mit neun Themenbereichen und 44 Kriterien miteinander verglichen.

In Bezug auf die Konzessionsvergabe in Dissen sagt SGV-Geschäftsführer Jörg Kogelheide: »Das europaweite Ausschreibeverfahren läuft bis Ende Juni und ich gehe davon aus, dass RWE natürlich seinen Hut ebenfalls in den Ring werfen wird.« Der SGV-Geschäftsführer hofft auf eine Entscheidung bis Ende September, um im Anschluss so schnell wie möglich die Netze der RWE übernehmen zu können.

Zu weiteren Wachstumsmöglichkeiten sagte Jörg Kogelheide: »Nachbarkommunen sind für uns interessant. Deshalb haben wir ein Auge auf Sassenberg.« An Borgholzhausen sei man ebenfalls dran gewesen, aber bekanntlich habe sich dort RWE durchgesetzt.

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