220 Meter langes erstes Teilstück zwischen Häger und Schröttinghausen fast fertig Projekt Radweg rollt an

Werther (WB). Ein Bürgerradweg von Häger nach Schröttinghausen soll die gefährliche Verkehrssituation auf diesem Straßenabschnitt entschärfen. Das erste Teilstück steht nun kurz vor der Fertigstellung. Die Planung für die noch fehlenden 700 Meter hat sich die Stadt Werther für 2015 vorgenommen.

Von Tilo Sommer
Hier entsteht der neue Bürgerradweg: Der geschotterte Untergrund muss noch asphaltiert werden. Das erste Teilstück ist 220 Meter lang. Die Planungen für den gut 700 Meter langen zweiten Abschnitt sollen 2015 gemacht werden.
Hier entsteht der neue Bürgerradweg: Der geschotterte Untergrund muss noch asphaltiert werden. Das erste Teilstück ist 220 Meter lang. Die Planungen für den gut 700 Meter langen zweiten Abschnitt sollen 2015 gemacht werden. Foto: Tilo Sommer

220 Meter umfasst der erste Abschnitt von der ehemaligen Gaststätte Massmann bis zum Ende des neuen Sportplatzes. »Die Untergrundarbeiten sind bereits fertig«, kann Heiko Hellweg aus dem Bauamt verkünden. Die Strecke wurde zum Teil modelliert. Für den geschotterten Untergrund musste Boden abgetragen werden. Zudem wurde ein 190 Meter langer Kanal verlegt, der das Regenwasser zum Ablauf in ein natürliches Gewässer führt. »Jetzt fehlt noch die Asphaltierung. Dafür ist es im Moment aber zu kalt«, erklärt Hellweg. Die Asphaltierung dauert noch einmal drei bis vier Tage, kann je nach Wetterlage erst 2015 durchgeführt werden.

Die Radweg-Lücke zwischen Häger und Schröttinghausen ist 2,4 Kilometer groß. Rund 930 Meter davon liegen auf Wertheraner Stadtgebiet, knapp 1,5 Kilometer auf Bielefelder. »Wir sind gerade am Anfang, haben aber schon erste Gespräche mit den Eigentümern geführt«, sagt Bürgermeisterin Marion Weike in Hinblick auf das fehlende Teilstück auf Wertheraner Gebiet. Die Strecke bis zum Ende des Sportplatzes ist in Besitz der Stadt, für die restlichen gut 700 Meter muss man nun in Grundstücksverhandlungen treten.

2015 will man im Rathaus mit den Planungen für den letzten Abschnitt bis zur Straße »Im Sirwinkel« beginnen. »Ob es im nächsten Jahr auch schon zum Bau kommt, wissen wir noch nicht. Wir würden den Rest aber gerne in einem Rutsch fertigstellen«, berichtet Marion Weike. Ein Großteil der Maßnahmen trägt Straßen NRW. Der Wertheraner Anteil beläuft sich für die ersten 220 Meter auf 15 000 Euro. Wie es auf Bielefelder Seite weiter geht, steht noch nicht fest. Gespräche haben bereits stattgefunden. »Die Bielefelder sind in der Haushaltssicherung und daher weniger handlungsfähig. Wenn wir bis zur Grenze kommen, steigt bei ihnen aber der Druck«, hofft die Bürgermeisterin auf eine komplette Lückenschließung.

In Häger freut man sich indes, dass endlich der erste Teil fertig ist. »Es ist ganz ganz wichtig, das was passiert ist«, meint Jochen Dammeyer vom Heimatverein Häger. Ein neuer Sportplatz ohne anständige Zuwegung grenze für ihn schon an einen Schildbürgerstreich. »Da laufen ja auch ständig kleine Kinder lang. Die Wegeführung zwischen Häger und Schröttinghausen ist nicht unproblematisch. Wir hoffen, dass es jetzt zeitnah weitergeht«, sagt Dammeyer.

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