Big Band des Landespolizeiorchesters spielt Swing- und Pop-Klassiker Mit Pauken und Trompeten

Versmold (WB/jog) »Ein volles Haus füllt unsere Kasse«, freut sich Lothar Hogreve, Vorsitzender der Bürgerstiftung, über das ausverkaufte Konzert. Nicht ganz ernst gemeint ist seine Bemerkung, man könne den Auftritt als Entschädigung für »natürlich unberechtigte Strafzettel« verbuchen.

Streife gehen und Protokollierung von Regelverstößen gehören allerdings nicht zum Aufgabengebiet der 45 Polizei-Profimusiker, die beim Innenministerium angestellt sind und in acht verschiedenen Formationen im Dienst der polizeilichen Öffentlichkeitsarbeit mehr als 160 Konzerte pro Jahr absolvieren, stellt Dirigent Hans Steinmeier klar. Wenn die nötigen Voraussetzungen erfüllt sind, treten die Musiker gerne und grundsätzlich ohne Gage auf.

Einnahmen fließen in Projekt über Gefahren im Umgang mit dem Internet

»Den sozialen Aspekt haben wir erfüllt. Landrat Sven Georg Adenauer unterstützt das Vorhaben als Schirmherr«, bestätigt Lothar Hogreve. Die seit 2007 bestehende Bürgerstiftung Versmold hat bisher rund 135.000 Euro an etwa 200 verschiedene Fördermaßnahmen ausgeschüttet. Erstmals stellte sich der Verein nun der Herausforderung als Konzertveranstalter. Laut Hogreve werde man die Einnahmen für ein Projekt verwenden, bei dem Experten Schüler und Eltern von CJD-Gymnasium und Sekundarschule über Gefahren im Umgang mit Internet und neuen Medien informieren.

Satter Sound und hervorragende Solisten

In dem fast zweistündigen Konzert begeistert die Bigband mit sattem Sound und hervorragenden Solisten. In der ersten Reihe sitzt der Leiter des Feuerwehrmusikzuges Oesterweg, Hans Dellwig, und ergänzt mit seinem Tenorsaxofon den Gesamtklang. Zudem bereichert die gut aufgelegte niederländische Sängerin Lucy Wende mit kraftvoller Stimme und launigen Kommentaren das Programm des renommierten Orchesters.

Von Glenn Miller bekannt gemachte Klassiker wie »Tuxedo Junction« und »Pennsylvania 65000« gehören ebenso zu dessen Repertoire wie Stevie Wonders »Superstition« oder »Nothing Compares 2 U« von Prince. Erst nach mehreren Zugaben »erlauben« die knapp 400 Zuhörer den 25 Musikern, die Bühne zu verlassen.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.