Interessengemeinschaft Gewerbegebiet positioniert sich in der Stadtringdebatte Klares »Ja« zum schnellen Weiterbau

Versmold (WB). Die Ortsentlastungsstraße endet seit der Fertigstellung ihres ersten Abschnitts im Mai 2011 im Kreisel an der Laerer Straße. Für die Mehrheit der Mitglieder der Interessengemeinschaft Gewerbegebiet Versmold (IGGV) sind die verstrichenen fünf Jahre mehr als genug. Eine Mehrheit von 71 Prozent fordert laut eigener Umfrage den umgehenden Weiterbau.

Von Klaus Münstermann
Der Vorstand der Interessengemeinschaft Gewerbegebiet Versmold (IGGV) mit dem Vorsitzenden Stephan Potthoff-Wenner (von links) sowie Achim Potthoff, Heiko Witte und Michael Flöttmann fordert den Weiterbau des Stadtrings.
Der Vorstand der Interessengemeinschaft Gewerbegebiet Versmold (IGGV) mit dem Vorsitzenden Stephan Potthoff-Wenner (von links) sowie Achim Potthoff, Heiko Witte und Michael Flöttmann fordert den Weiterbau des Stadtrings. Foto: Klaus Münstermann

»Die Frage war mit ›Wollen Sie jetzt einen schnellen Weiterbau des Stadtrings?‹ einfach formuliert und die Wahlbeteiligung mit 92 Prozent überragend«, sagt Stephan Potthoff-Wenner, der der 83 Mitglieder zählenden IGGV vorsitzt. Unter deren Dach haben sich Gewerbebetriebe, Handwerker und Industrie der Straße Im Industriegelände, der Nordfeldstraße, der Rothenfelder Straße und des Bockhorster Landwegs zusammen geschlossen.

83 Mitglieder und ihre Arbeitsplätze sind kein Leichtgewicht

Darunter sind größere Arbeitgeber wie die Privatfleischerei Reinert und die inzwischen zur Zur-Mühlen-Gruppe zählende Firma Nölke. »Wir sind also kein Leichtgewicht«, sagt Stephan Potthoff-Wenner, der zwar nicht genau weiß, wie viele Arbeitsplätze die 83 IGGV-Mitglieder insgesamt vertreten. Aber allein bei den beiden genannten Fleischwarenunternehmen sind es in Versmold zusammen mehr als 1000. Bei der Umfrage per Telefon und Mail votierten 71 Prozent, das entspricht 54 Mitgliedern, für den Weiterbau. Bei neun Prozent Enthaltungen (absolut sieben), stimmten 20 Prozent (absolut 15) dagegen.

Unter den Mitgliedern seien auch welche, die als Grundstückseigentümer vom Weiterbau betroffen wären. »Wir haben natürlich vor dem Hintergrund des Flächenverzehrs kontrovers diskutiert und wissen auch, dass es ein Aufbäumen geben wird«, sagt Potthoff-Wenner. »Aber das Votum der IGGV ist eindeutig und wir brauchen die Ortsentlastung für das Gewerbe in Versmold.« Derzeit fokussiere sich in Bezug auf zukünftige Ansiedlungen alles auf das interkommunale Gewerbegebiet Borgholzhausen-Versmold. »Aber die Stadt Versmold braucht das Gewerbe und die Gewerbesteuer hier, wenn die nachfolgende Generation eine Chance haben soll«, sagt Potthoff-Wenner. Ein Lkw sollte vom Hof rollen und anschließend durchfahren. Und nicht häufig an Ampeln warten und abbiegen müssen. Das würde sich sicherlich auch die unmittelbar betroffene Firma Nordfrost wünschen, die angekündigt hat, 20 Millionen Euro am Standort Im Industriegelände zu investieren.

Gespräch mit Bürgermeister geplant

»Für Interessenten ist es wichtig, dass die Infrastruktur bereits vorhanden ist, wenn sie sich ansiedeln wollen«, betont Potthoff-Wenner. Wenn das in fünf bis zehn Jahren so sein soll, müsse man jetzt mit dem Weiterbau beginnen. Mit Gewerbeansiedlungen und entsprechenden Arbeitsplätzen gelänge es zudem, junge Leute am Ort zu halten. Die IGGV möchte über die Zukunft des Stadtrings auf ihrer Jahreshauptversammlung am 14. September mit Bürgermeister Michael Meyer-Hermann diskutieren.

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