Sänger glänzen im Goldenen Saal Jugendkammerchor feiert Erfolg bei internationalem Musikfestival in Wien

Versmold/Wien (WB/km). Der Christophorus-Jugendkammerchor hat beim globalen Jugendmusikwettbewerb »Summa Cum Laude International Youth Music Festival« in Wien sein internationales Niveau unterstrichen. Wie das WESTFALEN-BLATT bereits berichtete, sind die Sänger mit einem ersten Platz in der Kategorie »Mixed Choir« nach Versmold zurück gekehrt.

Frühmorgens ist für Sänger eine eher kontraproduktive Zeit. Dennoch legte der Versmolder Christophorus-Jugendkammerchor um 9.25 Uhr im Goldenen Saal in Wien einen glänzenden Auftritt hin, der mit einem ersten Platz in der Kategorie »Mixed Choir« honoriert wurde.
Frühmorgens ist für Sänger eine eher kontraproduktive Zeit. Dennoch legte der Versmolder Christophorus-Jugendkammerchor um 9.25 Uhr im Goldenen Saal in Wien einen glänzenden Auftritt hin, der mit einem ersten Platz in der Kategorie »Mixed Choir« honoriert wurde.

Chordirektor ICV Hans-Ulrich Henning ist stolz auf sein Team: »Der Wortlaut der Urkunde lautet ›Mit excellentem Erfolg‹.« Nach einem anspruchsvollen Bewerbungsverfahren hat der Christophorus-Jugendkammerchor im renommierten Goldenen Saal des Wiener Musikvereins vor einer siebenköpfigen Jury seine Qualitäten unter Beweis gestellt.

Mehr als 1000 Musiker

Das »Summa Cum Laude International Youth Music Festival Wien« zählt zu den führenden globalen Jugendmusikfestivals für Jugendchöre und Jugendorchester. Es fand vom 1. bis zum 6. Juli in den beiden wichtigsten klassischen Konzerthallen – dem Goldenen Saal des Musikvereins und dem Saal des Konzerthauses – statt und bot ein internationales Umfeld. Mehr als tausend junge Musiker erlebten neben Wettbewerb und Konzerten einen interkulturellen Austausch und im angegliederten Academy-Programm an der Wiener Musikuniversität interaktive Workshops und pädagogische Vorträge.

Nach der Ankunft im Hotel ging es direkt zum Stephansdom, wo die Welcome-Zeremonie aller Teilnehmer stattfand. Junge Musiker aus Australien, USA, China, Japan, Thailand, Israel sowie europäischen Nationen füllten die Kirche. Jedes Ensemble wurde durch ein Mitglied in der Festivalsprache Englisch präsentiert. Diesen 30-Sekunden-Teil übernahm Milena Godewerth für die Versmolder, die besonders von der absoluten Professionalität des Festivals im Bereich Organisation und Logistik. Jedes Ensemble hatte seinen eigenen Guide, der kompetent zu den zahlreichen Terminen und Orten geleitete. Es kam niemals Hektik auf: von der Aufwärm- und Umkleidephase über das Warm up in speziellen Vorbereitungsräumen bis zur Begleitung zu den Konzertsaalplätzen oder reservierten Sitzplätzen bei den Essenszeiten. »Alles lief wie am Schnürchen«, sagte Hans-Ulrich Henning.

Früher Auftrittszeit getrotzt

Früh zu Bett gegangen, zeigten sich die Sänger zu einer für sie eher kontraproduktiven Zeit um 9.25 Uhr im Goldenen Saal hellwach. »Die Zusammenstellung des zwanzigminütigen Wettbewerbsprogrammes war von besonderer Bedeutung«, sagt Henning. Der Chor sollte eine große musikalische Vielfalt zeigen: unterschiedliche Epochen, geistliche und weltliche, lyrische und rhythmisch-temperamentvolle Werke. Geprüft wurden Intonation, Stiltreue, Artikulation, Interpretation, Ausstrahlung und mehr.

Die Versmolder sangen die sechsstimmige Motette »Verbum Caro factum est« von Hans Leo Hassler, »Peace« vom norwegischen Komponisten Knut Nystedt, »Das Zigeunerleben« von Robert Schumann, »El ultimo Cafe« – einen jazzig komponierten Tango und das japanisch sprachige »Sohran Bushi«. Dazu kamen die Pflichtstücke »Locus iste« von Anton Bruckner und ein rhythmisch orientiertes »Viva la musica« von Iván Eröd.

Henning setzt Impulse

Der Chor präsentierte sein Programm auswendig und konnte so die Impulse seines Leiters gut umsetzen. Nach dem erfolgreichen Auftritt löste die Mitteilung, dass der Chor sich mit zwei Werken im »Gala Winners‘ Concert« im Wiener Konzerthaus präsentieren darf, besonders große Freude aus.

Das Festival erforderte bei allen Mitwirkenden eine gute musikalische Kondition, allerdings gab es auch größere Freizeitphasen und eine Stadtrundfahrt mit Innenbesichtigung von Schloss Schönbrunn. »Ob Shopping oder Chillen im Stadtpark – alle kamen auf ihre Kosten«, sagte Hans-Ulrich Henning, der sich nach diesem internationalen Erfolg gemeinsam mit Sibylle Henning auf weitere Jahre mit dem Christophorus-Jugendkammerchor freut.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.