Fast 147.000 Liter in 13 Jahren: Rekord-Kuh steht auf dem Hof Tönsfeuerborn in Sürenheide Madlen gibt kreisweit die meiste Milch

Verl (WB). Die kreisweit leistungsfähigste Kuh heißt Madlen und lebt auf dem Hof Tönsfeuerborn in Sürenheide. Nach Angaben ihrer Eigentümer hat das 15 Jahre alte Tier der Rasse Holstein-Friesen bislang insgesamt fast 147.000 Liter Milch gegeben. Dieser Rekord wurde jetzt beim Treffen der Milchvieh-Züchter des Kreises Gütersloh bekannt gegeben.

Von Carsten Borgmeier
Felix Tönsfeuerborn aus Sürenheide ist stolz auf Madlen: Die 15 Jahre alte Kuh der Rasse Holstein-Friesen hat bislang fast 147.000 Liter Milch gegeben.
Felix Tönsfeuerborn aus Sürenheide ist stolz auf Madlen: Die 15 Jahre alte Kuh der Rasse Holstein-Friesen hat bislang fast 147.000 Liter Milch gegeben. Foto: Carsten Borgmeier

»Madlen ist bereits eine hochbetagte Dame, die gerne ihre Ruhe haben will«, sagt Felix Tönsfeuerborn und streichelt ihr über die Blesse. Noch immer gebe sie pro Tag etwa 30 Liter Milch, berichtet der Landwirt weiter, der mit seinem Vater Helmut an der Feuerbornstraße 15 in Sürenheide einen Hof mit insgesamt 600 Kühen plus Nachzuchten führt.

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Madlen ist bereits eine hochbetagte Dame, die gerne ihre Ruhe haben will.

Felix Tönsfeuerborn

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In der jahrzehntelangen Hofgeschichte der Familie gehöre Madlen zu den 28 herausragenden Kühen, die die magische Milchmenge von 100.000 Litern überschritten haben, erzählt Felix Tönsfeuerborn. Eine Kuh könne nur viel Milch geben, wenn das ganze Umfeld stimme, so der Landwirt. Damit meint er nicht nur gutes Futter, sondern auch die artgerechte Haltung in Offenställen.

Arbeitstag beginnt mitten in der Nacht

Ein Arbeitstag auf dem modernen Anwesen beginnt mitten in der Nacht. Bereits um 3 Uhr in der Frühe werden die Tiere zum ersten Mal gemolken. Etwa zwölf Stunden später wird zum zweiten und letzten Mal für den Tag gemolken, erklärt Tönsfeuerborn. »Unsere leistungsfähigsten Kühe geben am Tag bis zu 60 Liter Milch, die durchschnittliche Menge liegt pro Tier und Tag bei gut 35 Litern«, so der Landwirt.

Um die Arbeit mit den mehr als 600 Tieren bewältigen zu können, beschäftigen Vater und Sohn sieben Angestellte. Aus der anfallende Gülle wird in der hofeigenen Biogas-Anlage Strom produziert.

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