Verler Schützenhalle Thema bei Versammlung – 30.467 Euro Jahresüberschuss »Wenn gebaut wird, baut die Gilde«

Verl (WB). Die Gildeschützen wollen die Planungen zur neuen Schützenhalle vorantreiben. Einstimmig sprachen sie sich bei der Generalversammlung für weitere Schritte wie Baupläne und Lärmschutzgutachten sowie intensive Gespräche mit der Stadt aus.

Von Kerstin Eigendorf
Die Schützenhalle war das Hauptthema bei der diesjährigen Generalversammlung der Verler Gildeschützen.
Die Schützenhalle war das Hauptthema bei der diesjährigen Generalversammlung der Verler Gildeschützen. Foto: Kerstin Eigendorf

Die Hoffnung der Beteiligten vor eineinhalb Jahren, schnell Ergebnisse präsentieren zu können, habe sich leider nicht bewahrheitet, sagte Constantin Vernekohl, der sich des Themas Schützenhalle gemeinsam mit dem stellvertretenden Brudermeister Michael Hauphoff im Auftrag der Gildeschützen gezielt gewidmet hat.

Neubau nicht zwingend an der derselben Stelle

»Es gibt so viele Fragen – unter anderem steuer-, aber auch kommunalrechtliche – zu klären, bevor es losgehen kann«, sagte Vernekohl. Mittlerweile sehen die Beteiligten aber Land und konnten die wichtigsten Fragen klären.

Die wichtigste Antwort: »Grundsätzlich ist ein Neubau möglich«, betonte Vernekohl. Ein Pluspunkt ist offenbar, dass die Stadt inzwischen den unteren Teil des Geländes zu den Bahnschienen hin erworben hat. So bestünde laut Vernekohl die Möglichkeit, einen Neubau nicht zwingend an derselben Stelle entstehen zu lassen, sondern dass man »ihn etwas drehen könnte«.

So könnten gegebenenfalls Flächen mit der Stadt getauscht werden, wenn »Teile der städtischen Flächen« nötig seien, um das Projekt Schützenhalle umzusetzen. Für die Gildeschützen steht fest: »Wir als Gilde bleiben Eigentümer. Wenn gebaut wird, baut die Gilde neu«, so Vernekohl. Schließlich sei die Schützenhalle das »Herzstück«. Seinen Schatz gebe man nicht weg.

Nach dem positiven Votum der Generalversammlung, in Neubauverhandlungen einzutreten, sieht der Fahrplan nun vor, sich bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung grünes Licht für das Bestreben geben zu lassen.

34 Schützen neu hinzugekommen

Aktuell zählt die St.-Hubertus-Schützengilde Verl 932 Mitglieder, als Ziel wurde die magische Zahl 1000 ausgegeben. 34 Schützen sind 2017 neu hinzugekommen. Abgesehen von der Mitgliederzahl kann sich auch die Kasse sehen lassen. Bei einem Gesamtumsatz von 171.448,53 Euro und Ausgaben von 140.980,73 Euro steht am Ende ein Jahresüberschuss von 30.467,80 Euro.

Mit den Worten »Totgesagte leben länger« teilte Kassierer Tobias Fortkord mit, dass die Einnahmen durch die Schützenhalle im vergangenen Jahr um 15.000 Euro im Vergleich zum Vorjahr gestiegen seien.

Zwei Veränderungen beschloss die Generalversammlung rund um Brudermeister Markus Nagelsdieck sowie Königspaar Bernhard Kowalski und Heike Fromme gestern beim Patronatsfest im Pfarrzentrum. Der Mitgliedsbeitrag wurde nach zehn Jahren ohne Erhöhung von 30 auf 40 Euro jährlich angehoben, und die Beitragsfreistellung gilt künftig statt ab dem 75. Lebensjahr erst ab dem 80. Fortkord: »Auch wenn die Finanzlage jetzt gut ist, müssen wir für die Zukunft vorsorgen.«

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