»Hüttis Balkanhilfe« schickt tonnenweise Hilfsgüter nach Rumänien Kinder geben Spielzeug ab

Verl/Gütersloh (WB). Begleitet von einer großen Welle der Spendenbereitschaft sind im Auftrag des Vereins »Hüttis Balkanhilfe« vier Lastwagen nach Rumänien gefahren. Die letzten Hilfsgüter sind am Dienstag am Gütersloher Nordbad eingeladen worden.

Von Gabriele Grund
Mit bemerkenswertem Einsatz sind am zweiten Weihnachtsfeiertag auf dem Parkplatz am Nordbad mehrere Lastwagen von »Hüttis Balkanhilfe« beladen worden. Auch Vereinschef Günter Hüttenhölscher hat selbst mit angepackt.
Mit bemerkenswertem Einsatz sind am zweiten Weihnachtsfeiertag auf dem Parkplatz am Nordbad mehrere Lastwagen von »Hüttis Balkanhilfe« beladen worden. Auch Vereinschef Günter Hüttenhölscher hat selbst mit angepackt. Foto: Gabriele Grund

Es ist der 121. Hilfstransport in dem 25-jährigen Wirken Günter Hüttenhölschers (79), Gründervater von »Hüttis Balkanhilfe« aus Verl. Mehr als 360 Lastwagen, so schätzt er, haben seither Hilfsgüter nach Rumänien gebracht.

Getragen von dem Bewusstsein, dass den Menschen in den ärmsten Regionen Rumäniens geholfen werden muss, haben auch in diesem Jahr wieder unzählige Bürger am zweiten Weihnachtsfeiertag auf dem Parkplatz am Nordbad Geld- und Sachspenden abgegeben. Im Sekundentakt fuhren Autos auf der großen Fläche vor. Die Helfer schleppten Kinderwagen, teils riesige Kartons voller Spielzeug und Stofftiere, Kinderfahrräder, Bekleidung und Nahrungsmittel zu dem Aufgang der bereit gestellten 40-Tonnen-Lastzüge. Neun Feuerwehrleute aus Spexard halfen beim Beladen. Mittendrin: Familie Irom aus Gütersloh. Sie kennen die teils katastrophalen Armutsverhältnisse in Rumänien. »Wir sind vor 28 Jahren aus Rumänien nach Deutschland gekommen. Um den Menschen dort zu helfen, beteiligen wir uns gerne an den Hilfstransporten«, sagte Daniela Irom. Der Familienvan war bis unters Dach beladen mit Kinderbekleidung und Spielzeug.

Geldspenden sind auch stets willkommen

Damit die Hilfsgüter möglichst unbeschadet die Zielorte im rumänischen Satu-Mare, Bistrita im Nordosten von Siebenbürgen, Beclean, Vice, Podu-Cosnei und Varta-Dornei im Nordosten Rumäniens erreichen, sortieren etliche Ehrenamtliche über Stunden akribisch jedes angereichte Paket. Kleine Lücken werden mit Decken oder Plüschtieren gestopft. Es soll so viel wie möglich mit.

Gleich nebenan entlud Familie Gustvas aus Gütersloh ihren Kombi. »Wir kommen seit vier Jahren her, um über das ganze Jahr gesammelte Spenden abzugeben«, so Thomas Gustvas. Kinderräder, Puppen, Stofftiere, Bekleidung und lange haltbare Lebensmittel brachte der Familienvater mit seiner Frau und den vier Kindern auf die Laderampen.

Immer wieder wurde Günter Hüttenhölscher Bargeld überreicht. Spendenquittungen wollten die wenigsten. Das Geld kann er gut gebrauchen, denn allein für Benzin und Maut der Lastwagen werden mehr als 3000 Euro fällig. Während Günter Brinkkord aus Verl mit dem ersten Lkw bereits am Abend des ersten Weihnachtstages in Richtung Rumänien aufgebrochen war, folgte ihm am Morgen des zweiten Weihnachtsfeiertages das Fahrerteam Marco Hüfer und Dominik Hüfer aus Verl mit einem zweiten Lkw. Am frühen Nachmittag machten sich Jürgen Weppler und Ablbert Schürmann aus Gütersloh sowie Bernhard Gerdtoberens und Günter Hüttenhölscher mit zwei weiteren 40-Tonnern auf den 1900 Kilometer langen Weg nach Rumänien.

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