Feuerwehr befreit am Neuen Weg ein Pferd aus einer Notlage – Tier bleibt unverletzt »Onkel Sam« steckt im Graben fest

Verl (WB/jst). Diese Rettungsaktion wird zu den au­ßergewöhnlichsten Einsätzen 2017 zählen: Der Löschzug Verl hat am Freitagmittag ein Pferd aus einem Graben befreit. Fast eine Dreiviertelstunde lang hatte »Onkel Sam« dort festgesteckt.

Klatschnass steht das Pferd »Onkel Sam« auf einer Wiese an der Straße Neuer Weg. Die Feuerwehr hat das Tier zuvor aus einem Graben befreit, in dem es feststeckte.
Klatschnass steht das Pferd »Onkel Sam« auf einer Wiese an der Straße Neuer Weg. Die Feuerwehr hat das Tier zuvor aus einem Graben befreit, in dem es feststeckte. Foto: Julian Stolte

Eine Frau ist mit ihrem 36 Jahre alten Pferd zu Fuß unterwegs, als der Spaziergang am Neuen Weg im Ortsteil Sürenheide abrupt unterbrochen wird.

»Onkel Sam« will 300 Meter vor dem Elbrachtsweg nicht mehr weiterlaufen. Laut seiner Besitzerin im Rahmen einer sogenannten Reitbeteiligung geht er ein kleines Stück rückwärts und rutscht mit den Hinterbeinen ab. Er steckt im namenlosen Entwässerungsgraben fest, der in Nähe des Heideweges in den Menkebach mündet.

45 Minuten lang versucht die Frau – inzwischen mit Hilfe vom nahegelegenen Reiterhof – den mächtigen Vierbeiner aus seiner misslichen zu befreien. Allein: Alle Versuche scheitern.

Den Tierfreunden bleibt nur der Notruf

Den Tierfreunden bleibt nur ei­ne Möglichkeit: ein Anruf bei der Feuerwehr. Mit drei Großfahrzeugen rückt der Verler Löschzug aus. Innerhalb von nur zehn Minuten ist »Onkel Sam« aus dem Entwässerungsgraben befreit. Klatschnass steht er danach auf der Wiese, ehe er von Helfern des Reiterhofes »abgeführt« wird.

Ein Tierarzt nimmt danach eine Untersuchung vor und gibt sofort Entwarnung. »Onkel Sam« ist unverletzt. Das Pferd ist lediglich un­terkühlt. Der Neue Weg war für die Zeit der Befreiung komplett gesperrt.

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