Grüne beklagen mangelnde Sicherheit auf Fuß- und Radweg an der Ortsdurchfahrt »Gefährlich für Radfahrer«

Verl (WB/stl). Erhebliche Sicherheitsdefizite auf dem gemeinsamen Fuß- und Radweg der Verler Ortsdurchfahrt, und das gleich an mehreren Stellen – diesen Vorwurf erheben die Grünen im Rat. Sie haben im Rat eine ausführliche Anfrage an die Verwaltung gestellt.

Erhebliche Einengungen durch Laternen auf dem Fuß- und Radweg entlang der Ortsdurchfahrt beklagen die Grünen.
Erhebliche Einengungen durch Laternen auf dem Fuß- und Radweg entlang der Ortsdurchfahrt beklagen die Grünen. Foto: Stefan Lind

Fraktionsvorsitzender Johannes Wilke und der sachkundige Bürger Dr. Egbert Daum haben, so sehen sie es, in ihrem Schreiben eine ganze Reihe von Versäumnissen zusammengetragen. Die Breite des Fuß- und Radwegs, die laut Straßenverkehrsordnung in der Regel durchgehend mindestens 2,50 Meter betragen soll, sei an vielen Stellen nicht gewährleistet. Erhebliche Einengungen erfolgten durch zahlreiche Laternen und Bäume, das seien »gefährliche Hindernisse für Radfahrer«. Besonders krass stelle sich dies auf der Nordseite der Ortsdurchfahrt zwischen Finkenweg und Österwieher Straße dar. Laut Straßenverkehrsordnung dürfe eine Benutzungspflicht nur dann angeordnet werden, wenn der Radweg einschließlich eines Sicherheitsraumes frei von Hindernissen sei. Dies sei in diesem Bereich nicht der Fall.

Vorwurf: Mindestbreite wird nicht erreicht

Vom Mindestmaß von 2,50 Metern Breite könne man abweichen, »wenn es aufgrund der örtlichen oder verkehrlichen Verhältnisse erforderlich und verhältnismäßig ist, und zwar an kurzen Abschnitten – dann aber nur ausnahmsweise, nach sorgfältiger Überprüfung und unter Wahrung der Verkehrssicherheit.« Für Wilke und Daum steht aber fest: »Von kurzen Abschnitten kann nicht die Rede sein, denn die besagten Hindernisse sind durchgehend auf einer Länge von fast 1000 Metern anzutreffen.« Stattdessen das Radfahren auf der Straße zu erlauben, sei wegen der geringen Straßenbreite und des relativ hohen Verkehrsaufkommens samt hohem Schwerlastverkehrsanteil auch keine Lösung.

Die Kommunalpolitiker wollen nicht nur von der Verwaltung wissen, wie diese in ihren Augen unhaltbare Situation behoben werden kann. Sie fragen sich auch, warum die planende und bauausführende Firma, deren Geschäftsführer als »anerkannter Experte bezüglich sicherer Radverkehrsführungen« und als Mitbegründer von Verkehrssicherheitsaudits bekannt sei, so etwas zugelassen habe. Schon vor Baugebinn seien die Defizite bekannt gewesen. Daher bleibe es »gleichermaßen unverständlich wie unverantwortlich« dass sie weitgehend ignoriert und nicht behoben worden seien. »Es besteht eine Verkehrssicherungspflicht, im Schadensfall kann persönliche Haftung drohen«, betonen Wilke und Daum.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.