Mehr Räume fürs Rathaus: Architekt stellt verschiedene Erweiterungspläne vor Zu mieten gibt es nicht genug

Verl (WB/stl). Der Bedarf ist klar definiert: 18 Räume mehr benötigt die Verler Stadtverwaltung, umgerechnet rund 400 Quadratmeter Bürofläche. Wie dieses Ziel erreicht werden kann, darüber gibt es von Seiten der Politik noch keinen endgültigen Beschluss.

Hat die Erweiterungspläne ausgearbeitet: Architekt Karsten Schlattmeier.
Hat die Erweiterungspläne ausgearbeitet: Architekt Karsten Schlattmeier. Foto: Stefan Lind

Er kann aber schon am Dienstag, 12. April, in der Ratssitzung fallen. Die nötigen Grundlagen sind vorhanden, nachdem die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses jetzt ausführlich über mögliche (und unmögliche) Alternativen informiert worden sind. Nun muss das Thema noch einmal ausgiebig in den Fraktionen beraten werden.

Bürgemeister Michael Esken erläuterte zu Beginn der Sitzung die Gründe für den Mehrbedarf. Jugendamt, Bauordnungsamt, Klimamanagerin, Betreuung von Flüchtlingen – mehr und mehr Aufgaben habe die Verwaltung übernommen, »aber die Räume werden immer knapper.« Es gebe zwei Alternativen: entweder verschiedene Objekte anzumieten oder das Rathaus zu erweitern.

Entscheidung kann schon am Dienstag im Rat fallen

Tim Eilers vom Fachbereich Bauverwaltung hatte sich im Vorfeld schlau gemacht und listete sechs Adressen auf, die in Frage kommen könnten, alle in der näheren Umgebung des Rathauses, mit Flächen von 130 bis 480 Quadratmetern. Barrierefrei sind die wenigsten, andere sind kaum als Büros zu nutzen, so dass netto 312 Qua­dratmeter übrig bleiben – zu wenig, um die Nachfrage zu decken.

Architekt Karsten Schlattmeier, der schon für die erste große Erweiterung des Rathauses verantwortlich zeichnete, hatte fünf Varianten mitgebracht, wie man an Ort und Stelle oder in direkter Nachbarschaft durch Baumaßnahmen für Abhilfe schaffen kann. Möglich sei zum Beispiel, den Ratssaal komplett abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen – unten weiter Tagungsstätte, oben zwei Stockwerke mit 440 Quadratmetern Büros, im Keller ein Archiv. Möglich sei auch ein Bau an der Kreuzung mit der Hauptstraße oder auf einem nordwestlich gelegenen Grundstück, das allerdings nicht der Stadt gehöre. Varianten wie die Überbauung des bisherigen Ratssaals oder die Aufstockung des alten Bestandes schloss er von vorn herein aus: »Das geht statisch nur unter großen Problemen.« Je nach Größe des Neubaus kämen auf die Verler Ausgaben zwischen 3 und 5,8 Millionen Euro zu. Mit mindestens 18 Monaten bis zur Einweihung müsse man rechnen, betonte Schlattmeier.

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