Hohe Kreisumlage wirkt sich negativ aus Stadt erwartet Zwei-Millionen-Euro-Defizit

Verl (WB). Die Stadt Verl wird das laufende Jahr voraussichtlich mit einem Defizit beenden. Kämmerer Matthias Möllers erwartet einen Fehlbetrag in Höhe von ungefähr zwei Millionen Euro. Der Haushalt war Anfang Februar mit einem Minus von gut neun Millionen Euro verabschiedet worden.

Von Julian Stolte
Die Kämmerei hat den Jahresbericht für das Jahr 2013 vorgelegt und gegenüber dieser Zeitung eine Prognose für das laufende Jahr abgegeben.
Die Kämmerei hat den Jahresbericht für das Jahr 2013 vorgelegt und gegenüber dieser Zeitung eine Prognose für das laufende Jahr abgegeben. Foto: Julian Stolte

Die Stadt steht also am Jahresende besser da als erwartet. Dass es nicht wie in den Vorjahren für ein Ergebnis im positiven Bereich reicht, führt Möllers auch auf gestiegene Ausgaben bei der Kreisumlage zurück. 27 Millionen Euro gibt Verl an den Kreis ab. Eine Prognose gibt Möllers im Gespräch mit dieser Zeitung auch mit Bezug auf die Einnahmen aus der Gewerbesteuer ab. Der Kämmerer rechnet mit etwa 45 Millionen Euro. Im Jahr 2014 waren es 43 Millionen Euro.
Der Kontostand beträgt aktuell etwa 81 Millionen Euro.

Inzwischen hat die Verwaltung auch einen Bericht für das Jahr 2013 vorgelegt. Damit gibt es eine positive Nachricht jetzt schwarz auf weiß: Das Jahr 2013 ist für Verl in finanzieller Hinsicht außergewöhnlich gewesen. Der Stadtrat hatte den Haushalt im Februar dieses Jahres mit ei­nem Defizit in Höhe von 8,4 Millionen Euro abgesegnet. Tatsächlich beendete die Stadt das Geschäftsjahr mit einem Plus von 15,3 Millionen Euro. Dies bedeutet eine Abweichung von satten 23,7 Millionen Euro.

Verantwortlich ist dafür in erster Linie die üppige Einnahme aus der Gewerbesteuer. 51,7 Millionen Euro flossen an die Stadt – ein Rekordwert. Angesetzt waren etwa 17 Millionen Euro weniger. Der Anteil an der Einkommensteuer war mit zehn Millionen Euro ebenfalls höher ausgefallen als erwartet. Ein anderer Aspekt: Es gab im Dezember eine unerwartete Rückzahlung, weil die Methodik bei dem sogenannten Einheitslastenabrechnungsgesetz geändert wurde – 4,6 Millionen Euro.

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