Ex-Bordell wird zur Asylunterkunft umgebaut Flüchtlinge ziehen in Freudenhaus ein

Verl (WB). Es ist wohl das bekannteste Bordell in Verl gewesen. Jetzt wird das bisherige »Privathaus« jedoch eine Asylunterkunft. In Kürze sollen die ersten Flüchtlinge an der Stahlstraße einquartiert werden.

Von Julian Stolte
In diesem Wohnhaus an der Stahlstraße ist bis vor Kurzem noch das Bordell »Privathaus« betrieben worden. Seit Wochenbeginn steht das Haus leer. Neue Mieterin ist die Stadt. Sie will dort Flüchtlinge unterbringen.
In diesem Wohnhaus an der Stahlstraße ist bis vor Kurzem noch das Bordell »Privathaus« betrieben worden. Seit Wochenbeginn steht das Haus leer. Neue Mieterin ist die Stadt. Sie will dort Flüchtlinge unterbringen. Foto: Julian Stolte

Am Wochenende hat hinter dem Fenster eines Zimmers im Obergeschoss des Klinkerhauses noch ein »Open«-Schild geleuchtet. Seit Anfang der Woche ist die bunte Lichtreklame verschwunden – übrigens mitsamt des kompletten Inventars. Betten, Sitzecken, Spiegel, Dekoration und andere Gegenstände sind ausgeräumt worden. Von außen ist am Mittwochvormittag nicht mehr zu erkennen, dass die Immobilie in dem Gewerbegebiet im Verler Westen bis vor Kurzem als Bordell genutzt wurde. Zuletzt hieß das Etablissement »Privathaus«. Die Internetseite des Betriebs ist noch aktiv, eine Facebook-Seite ebenfalls.

In Kürze soll dann auch innerhalb dieses geräumigen Hauses nichts mehr auf den letzten Verwendungszweck hinweisen. Dafür sorgt die Stadt, die von morgen an neue Mieterin des Hauses an der Stahlstraße 40 wird. Welche Flüchtlinge in dem Haus untergebracht werden sollen, ist noch unklar.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie am Donnerstag im WESTFALEN-BLATT, Lokalteil Verl.