Mit einer Transfusion bewahrt Jagdhund Oskar einen Mittelschnauzer vor dem Tod Blutspende rettet Hundeleben

Verl (WB). Der acht Jahre alte Hund Oskar ist ein echter Lebensretter. Mit einer Blutspende bewahrte er einen anderen Vierbeiner vor dem Gifttod. 

Von Lissi Walkusch
Katharina Feldmeyer ließ ihren Hund Oskar als Blutspender registrieren. Im Februar dieses Jahres konnte der Jagdhund so einem vergifteten Mittelschnauzer das Leben retten.
Katharina Feldmeyer ließ ihren Hund Oskar als Blutspender registrieren. Im Februar dieses Jahres konnte der Jagdhund so einem vergifteten Mittelschnauzer das Leben retten. Foto: Lissi Walkusch

 Vor gut einem Jahr las Oskars Besitzerin Katharina Feldmeyer einen Aufruf im sozialen Netzwerk Facebook. Die Bielefelder Tierklinik von Dr. Peter Hettling suchte einen Blutspender für einen Dobermann. Die Bornholterin zögerte nicht lange und ließ ihren Hund der Rasse Anglo-Français-tricolor registrieren. Katharina Feldmeyer hat noch vier andere Hunde, die sich allerdings nicht für den Eingriff eigneten (siehe Kasten). 

Nicht jeder Hund darf Blut spenden

Hunde sollten vor allem gesund und zwischen einem und zehn Jahre alt sein sowie mehr als 25 Kilogramm wiegen. Droht ein Hund aufgrund eines Unfalls oder durch Gift zu verbluten, ist Schnelligkeit gefragt. Zuvor registrierte Hundebesitzer werden von der Tierklinik angerufen, wenn Bedarf ist. Eine Typisierung der Blutgruppen wie beim Menschen gibt es nicht. Wer seinen Hund als Blutspender registrieren lassen möchte, kann sich mit seinem Tierarzt beraten. Einige führen selbst eine Spender-Kartei.

Für den Dobermann konnte kurzfristig ein anderer Spender gefunden werden. Katharina Feldmeyer ließ Oskar aber in die allgemeine Blutspender-Kartei eintragen. Und ein paar Monate später – genauer gesagt am 10. Februar dieses Jahres – klingelte abends plötzlich das Telefon. Ein Notfall: Ein Mittelschnauzer hatte eine Vergiftung erlitten und war dringend auf eine Blutspende angewiesen.

450 Milliliter Blut abgenommen

Also packte Katharina Feldmeyer ihren Hund ins Auto und machte sich auf den Weg. »Oskar war am Anfang noch ganz aufgeregt und freute sich, dass wir einen Ausflug machen«, erinnert sich seine Besitzerin. In Bielefeld angekommen wurde Oskar dann betäubt, etwa 450 Milliliter Blut nahmen ihm die Tierärzte ab. Dank Oskars Spende überlebte der Mittelschnauzer die Vergiftung.

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