An der Poststraße hat der zwei Millionen Euro teure Umbau begonnen Steinestapeln im Stadion

Verl (WB). Der SC Verl hat gestern mit dem Umbau seiner Heimspielstätte begonnen. Die ersten Arbeiten haben die Fußballer selbst erledigt.

Von Julian Stolte
Beim Umbau des Verler Stadions an der Poststraße packt auch die Regionalligamannschaft an. Trainer Andreas Golombek (Zweiter von links) ist gerade damit beschäftigt, das Pflaster aufzunehmen. Seine Spieler (von links) Julian Schmidt, Mario Bertram, Yannick Geisler, Jonas Erwig-Drüppel, Kevin Kalinowski und Marcel Kunstmann sehen ihrem Trainer dabei zu. Weitere Arbeitseinsätze sollen folgen.
Beim Umbau des Verler Stadions an der Poststraße packt auch die Regionalligamannschaft an. Trainer Andreas Golombek (Zweiter von links) ist gerade damit beschäftigt, das Pflaster aufzunehmen. Seine Spieler (von links) Julian Schmidt, Mario Bertram, Yannick Geisler, Jonas Erwig-Drüppel, Kevin Kalinowski und Marcel Kunstmann sehen ihrem Trainer dabei zu. Weitere Arbeitseinsätze sollen folgen. Foto: Julian Stolte

Klagebegründung steht weiterhin aus

Beim Verwaltungsgericht Minden liegt nach wie vor eine Klage gegen die von der Verwaltung erteilte Baugenehmigung vor. Wie diese Zeitung exklusiv berichtete, hatten drei Anlieger der größten Sportstätte der Stadt die Verwaltungsklage im Juni eingereicht. Eine Begründung dieser Klage steht weiterhin aus. Beim Mindener Verwaltungsgericht ist bisher keine Begründung nachgereicht worden. Dies teilte das Gericht auf Nachfrage dieser Zeitung mit.
Die drei Anliegerinnen des Stadions an der Poststraße werden von dem Paderborner Rechtsanwalt Heinrich Loriz (Kanzlei Loriz und Riesenberger) vertreten. Auf Nachfrage dieser Zeitung erklärte Heinrich Loriz, dass in der kommenden Woche mit einer Begründung für die Klage zu rechnen sei.

Für die Regionalligamannschaft gibt es vor der Nachmittagseinheit ein Aufwärmprogramm der außergewöhnlichen Art. Steineschmeißen statt Bälleschießen!

Anders als beim normalen Training lässt Trainer Andreas Golombek seine Spieler aber nicht alleine schuften und packt selbst mit an. Eine halbe Stunde bevor die ersten Spieler die Arbeitshandschuhe anziehen, reißt Golombek mit einem kleinen Brecheisen reihenweise Pflastersteine aus dem Boden.

Das sind die Vorarbeiten für den Bau der Flutlichtanlage – das zentrale Anliegen des Sportclubs. Nach dem etwa zwei Millionen Euro teuren Umbau des Fußballstadions an der Poststraße soll der Ball bis zu 17 Mal pro Jahr auch am Freitagabend rollen. Bisher ist das wegen fehlenden Flutlichts unmöglich.

An den sechs Stellen, an denen die Kicker am Mittwoch das Pflaster aufnehmen, sollen von Montag an Fundamente für das neue Flutlicht gesetzt werden. »Fünf Meter lange Röhren werden einbetoniert. Anschließend werden die Masten hereingesetzt«, erklärt Vereinspräsident Raimund Bertels. Nach dem Kreisderby gegen den SC Wiedenbrück (Samstag, 15. August) soll dann ein Schwerlastkran auf den mit Platten abgedeckten Rasen rollen und die Masten in die Röhren einsetzen. Bis zum dritten Heimspiel der neuen Saison am Dienstag, 25. August (SV Rödinghausen) sollen die Arbeiten komplett erledigt sein. »Weil das aber nicht mit absoluter Sicherheit vorausgesagt werden kann, wollen wir für das Spiel gegen Rödinghausen möglichst das Heimrecht tauschen«, so Bertels. Der SCV-Präsident ist zuversichtlich, dass der Gegner zustimmt. Alternativ müsste die Begegnung im Ausweichstadion Tönnies-Arena in Rheda-Wiedenbrück angepfiffen werden.

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