Außerhalb der Bucht geparkt: Amtsrichter entscheidet zugunsten von Werner Meyer 23 Knöllchen sind ungültig

Verl (WB). Seit mehr als 17 Jahren führt Werner Meyer sein Polstermöbel-Geschäft an der Bahnhofstraße. Sein Auto stellte er von Anfang an direkt vor den Seiteneingang außerhalb der Parkbuchten. Im Juni 2013 bekam er schließlich dafür ein Knöllchen, 22 weitere folgten. Meyer legte Einspruch ein – zu Recht, wie jetzt das Amtsgericht entschied.

Von Lissi Walkusch
Seinen weißen Audi parkt Werner Meyer (links) schon seit 17 Jahren außerhalb der Buchten. Die Stadtverwaltung sieht darin eine Behinderung für die Autofahrer, die die anderen Parkplätze (hier auf der rechten Seite) nutzen möchten. 23 Knöllchen hat er dafür bekommen. Mit seinem Anwalt Peter Heethey legte er Einspruch ein und bekam schließlich Recht.
Seinen weißen Audi parkt Werner Meyer (links) schon seit 17 Jahren außerhalb der Buchten. Die Stadtverwaltung sieht darin eine Behinderung für die Autofahrer, die die anderen Parkplätze (hier auf der rechten Seite) nutzen möchten. 23 Knöllchen hat er dafür bekommen. Mit seinem Anwalt Peter Heethey legte er Einspruch ein und bekam schließlich Recht. Foto: Lissi Walkusch

Wahrlich, die Parksituation vor dem Polstermöbel-Geschäft ist nicht so eindeutig, wie sich die Stadt das vielleicht gewünscht hätte. Ein Schild deutet zwar auf die Parkfläche hin, und auch Parkbuchten sind – allerdings nur schwer erkennbar – durch unterschiedliche Steine eingezeichnet. »Das heißt aber nicht, dass man diese nutzen muss«, sagt Werner Meyers Rechtsanwalt Peter Heethey.

Tatsächlich muss man laut dem Rechtsanwalt die Parkbuchten nur in Spielstraßen oder dann nutzen, wenn es ausgeschildert ist. »Wichtig ist, dass man niemanden behindert«, erklärt Heethey. Das habe Werner Meyer nicht getan.

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