Tier stellt Gefährdung für Straßenverekhr dar Polizei erschießt Reh auf Autobahn

Steinhagen  (WB/anb). Ein verirrtes Reh hat am vergangenen Samstagnachmittag für einen Polizeieinsatz auf der A 33 im Bereich Steinhagen gesorgt. Wie die Polizei Bielefeld am Dienstag bestätigte, alarmierten Zeugen gegen 13.45 Uhr die Polizei, nachdem das Tier am Fahrbahnrand gesichtet worden war.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: dpa

Die Suche einer Streifenwagenbesatzung aus Bielefeld verlief zunächst erfolglos. Eine Stunde später rückten Kollegen der Polizei Gütersloh erneut aus und sahen das Reh auf der Autobahn zwischen Butterweg und Anschlussstelle Künsebeck. Weil das Tier eine Gefährdung für den Straßenverkehr darstellte, hat die Polizei es erschossen. »Es war nicht angefahren worden, es war aber eine Gefährdung«, sagte Polizeipressesprecherin Kathryn Landwehrmeyer. Zu einem Unfall ist es auch nicht gekommen.

Drei Rehe bereits auf Trasse gestorben

Die Autobahnmeisterei sei mit der Beseitigung des Kadavers beauftragt worden, sagte sie. Auf Facebook schrieb ein Steinhagener, das sei aber bis Dienstagmorgen noch nicht geschehen.

Es war nicht das erste Reh, das in den vergangenen zwölf Monaten seit April 2017 auf der Trasse den Tod fand. Ulrich Düfelsiek, Vorsitzender der Jagdgenossenschaft Steinhagen 1, berichtete von einem Reh, das in der Bauphase von einem Fahrzeug überfahren wurde und einem weiteren, das sich am Tag nach der Eröffnung auf die A 33 verirrte und erschossen werden musste. 16 Rehe waren es insgesamt im Jagdbezirk, die seit April 2017 im Straßenverkehr überfahren wurden.

Tiere suchen sich Lücken wie die Anschlussstellen

Die Rehe suchen sich laut Düfelsiek Lücken, über die sie auf die Autobahn gelangen. Die Anschlussstellen Bielefelder Straße und Schnatweg sind solche. »Die Rehe haben über 50 Jahren auf der damals freien Fläche ihre Pfade entwickelt. Es wird noch ein bis zwei Jahre dauern, bevor sie die Wildwechsel-Tunnel annehmen«, so Düfelsiek. Auch Hasen gelangen auf die Autobahn. Sie schlüpfen unter den Nottüren hindurch.

Immer wieder kommt es auch durch Tiere zu Polizeieinsätzen auf der Autobahn. Meist aber sind sie bereits tot. Allein am vergangenen Wochenende waren es im Bereich der Polizei Bielefeld auf der A 33 drei: zwei tote Füchse in Schloß Holte und ein toter Hund in der Nähe des Kreuzes Bielefeld.

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