Freigabe am 4. April: Die A 33 ist auf der Zielgeraden Nächste Abfahrt Steinhagen

Steinhagen (WB). Die A 33 geht auf die Zielgerade: Am Mittwoch, 4. April, wird das 7,9 Kilometer Teilstück vom Ostwestfalendamm bis zum Schnatweg in Künsebeck für den Verkehr freigegeben. Das ist Anlass für das WESTFALEN-BLATT, mit einer Serie auf die unendliche Geschichte der Planung, der Diskussion und des Baus der A 33 auf Steinhagener Gebiet zu blicken.

Von Annemarie Bluhm-Weinhold
Ausfahrt Steinhagen: An der Bielefelder Straße geht es in Zukunft auf die Autobahn.
Ausfahrt Steinhagen: An der Bielefelder Straße geht es in Zukunft auf die Autobahn. Foto: Bluhm-Weinhold

Sowohl die Planungs- als auch die Bauzeit sind rekordverdächtig lang. Weit mehr als 50 Jahre ist es her, dass zunächst von einer Entlastung der B 68 die Rede war: 1964 war der erste Erörterungstermin zur Ersatzbundesstraße, zur EB 68. 1968 wurde deren Linienführung bestimmt, seit 1975 war das die A 33. Und die Bauzeit selbst war doppelt so lang wie angekündigt: Aus vier Jahren wurden achteinhalb.

Der Planfeststellungsbeschluss des Steinhagener Abschnitts ist in erster und letzter Instanz vom Bundesverwaltungsgericht in Leipzig bestätigt worden. Neun Privatleute klagten gegen die Trasse. Am 12. August 2009 wurde die Entscheidung bekannt gegeben: Die Autobahn kann gebaut werden. Am 25. September 2009, zwei Tage vor der Bundestagswahl, erfolgte der erste Spatenstich – mit dabei war der damalige NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers.

Der Abschnitt in Zahlen

Kosten : 123,5 Millionen Euro, inklusive der 350.000 Euro, die die Gemeinde Steinhagen für zusätzlichen Lärmschutz investiert hat.

620 Seiten stark ist der Planfeststellungsbeschluss vom 6. Juni 2007.

80 Firmen und Büros haben am Bau der 7,9 Kilometer Autobahn mitgewirkt.

Lärmschutz : 7,7 Kilometer Lärmschutzwand sind verbaut worden. Dafür mussten 1200 Betonpfähle gesetzt werde. So hoch wie sie ist – nämlich zwischen zwei und 5,50 Metern –, so tief muss sie auch im Erdreich verankert werden. Der Lärmschutz, er hat am Ende den Bauzeitenplan ein weiteres Mal gesprengt und eine Freigabe Ende 2017 verhindert.

Nicht mehr Leitplanken und Grünzug: Zwischen den beiden Fahrtrichtungen bilden 90 Zentimeter hohe Betonwände den Mittelstreifen . Etwa 18 Kilometer so genannter Ortbeton – das heißt: vor Ort hergestellt – sind verbaut worden.

Am Fahrbahnrand werden Leitplanken – Stahlschutzplanken – installiert. Elf Kilometer sind es insgesamt.

Die Länge der Markierung beträgt fast 60 Kilometer.

Die Beschilderung ist aufwendig: Zwölf Verkehrszeichenbrücken sind installiert worden, jeweils zwei und einen Kilometer vor den drei Abfahrten. Zudem gibt es an die 140 Verkehrsschilder sowohl auf der Autobahn als auch in ihrem Umfeld.

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