»Jugend forscht«: Steinhagener Gymnasium geht mit zwei ersten Preisen in den Landeswettbewerb Schüler landen mehrfach ganz vorne

Steinhagen (WB/vh). »Super, super, super – wir sind sowas von rundum glücklich!« Physiklehrer Andreas Frerkes kann es kaum fassen: Gleich zwei erste Preise haben seine Schüler vom Steinhagener Gymnasium am Wochenende beim Regionalwettbewerb »Jugend forscht« abgesahnt. Das gab’s bei den Steinhagenern noch nie.

Can Timur Ward, Tim Brinkmann und Marco Adamczyk (v.li.) haben ein Programm zum Thema »Ansätze zur Lösung nicht effizient lösbarer Probleme anhand des Brettspiels Dame« entwickelt – dafür gibt’s den ersten Preis im Bereich Mathe/Informatik.
Can Timur Ward, Tim Brinkmann und Marco Adamczyk (v.li.) haben ein Programm zum Thema »Ansätze zur Lösung nicht effizient lösbarer Probleme anhand des Brettspiels Dame« entwickelt – dafür gibt’s den ersten Preis im Bereich Mathe/Informatik. Foto: Sophie Hoffmeier

Dass Can Timur Ward (18), Marco Adamczyk (18) und Till Brinkmann (17) ihr selbst geschriebenes PC-Programm monatelang mit Spielzügen des Brettspiels »Dame« gefüttert haben, hat sich gelohnt: Der unschlagbare Gegner, der immer den perfekten Spielzug findet, bringt den drei Abiturienten beim NRW-Regionalentscheid von »Jugend forscht« in Herford jetzt den ersten Preis im Fachbereich Mathe/Informatik. Als Regionalsieger sind sie damit ebenso für den Landeswettbewerb qualifiziert wie ihre Mitschüler Rabigh Khan (15), Zaheeb Hayat (14) und Emre Cakmak (14): In der Sparte »Schüler experimentieren« gelangt deren Projekt »Mc Smartberry« an die Spitze; mit dem Ein-Platinen-Computer Raspberry Pi entwickelten sie eine steuerbare Haustechnik – Platz eins im Fachgebiet Technik.

Auch der dritte Platz ist ein »absolutes Sahnebonbon«

Bei etwa 80 Gruppen, die am NRW-Regionalentscheid in Herford teilgenommen haben, ist auch der dritte Platz laut Andreas Frerkes ein »absolutes Sahnebonbon«. Den belegen Liv Johanning (13), Maximilian Roßkamp (12) und Lucca Noel Paasche (14) – sie stehen für das Kürzel LML – bei »Schüler experimentieren« im Fachgebiet Arbeitswelt: Ihre »LML-Box« als Überbrückungssystem ermöglicht es, Dateien von Smartphone, Tablet oder Laptop auf einen Beamer zu übertragen – eine praktische Unterstützung des Schul- und Berufsalltags, Kabel sind dafür überflüssig.

Pädagogen und Wirtschaftsvertreter sind in der Jury vertreten

Die eindrucksvollen vorderen Platzierungen der Steinhagener Schüler standen am Samstagabend nach einem aufregenden, langen Prozedere fest, berichtet Andreas Frerkes: »Wir haben um 7 Uhr mit dem Aufbau unserer Projektpräsentationen begonnen. Anschließend war die Jury am Zuge, die sich zu je einem Drittel aus Lehrern, Hochschulmitarbeitern und Wirtschaftsvertretern zusammensetzte. Diese Besetzung ermöglichte neben dem rein schulischen auch einen sehr anwendungsbezogenen Blick«, findet der »SteinGy«-Physiklehrer. Am Spätnachmittag konnte dann auch das weitere Publikum staunen.

Mitte März geht es auf Landesebene in Leverkusen weiter

»Es gab von der Jury viel Lob für die Tiefe der Projekte und deren Präsentation«, berichtet Frerkes. »Gleichzeitig gibt es im Detail Verbesserungsvorschläge, um für den Landeswettbewerb gut gerüstet zu sein. Die müssen die Schüler in diesen Tagen zügig umsetzen – auch wenn am Montag schon wieder Vorabi-Klausuren anstehen.« Mit »Jugend forscht« geht es für die Erstplatzierten vom 19. bis 21. März auf Landesebene weiter. Andreas Frerkes ist nach so viel Rückenwind optimistisch: »Da sehe ich beide Projekte nicht chancenlos«, sagt er diplomatisch.

Noch einen Vorteil dürften alle Schüler haben: Die Teilnahme an »Jugend forscht« hinterlässt dem Physiklehrer zufolge auch einen guten Eindruck bei Bewerbungen.

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