Ein Drittel weniger Kfz auf der Amshausener Straße – Aber diese fahren immer noch zu schnell »Berliner Kissen« wirken abschreckend

Steinhagen-Amshausen (mat). Erhöhte Geschwindigkeiten und ein hohes Verkehrsaufkommen auf der Amshausener Straße beschäftigen die Amshausen-Fans nach wie vor. Doch obwohl insbesondere die direkten Anwohner in den Berliner Kissen keine endgültige Lösung sehen, zeigt diese Verkehrsberuhigungsmaßnahme bereits Wirkung.

Udo Bolte (links) und Dieter Strakeljahn diskutieren mit den Amshausen-Fans Veränderungen im Ortsteil.
Udo Bolte (links) und Dieter Strakeljahn diskutieren mit den Amshausen-Fans Veränderungen im Ortsteil. Foto: Sara Mattana

Etwa ein Drittel weniger Fahrzeuge, dafür aber höhere Geschwindigkeiten

Denn seit die Bodenschwellen installiert wurden, konnten erste Erfolge verzeichnet werden. So zeigen Messungen der Gemeinde, dass statt 3400 Autos nun nur noch etwa 2400 Autos täglich die Amshausener Straße befahren. »Es hat sehr viele Leute verblüfft, dass die Kissen anscheinend eine so abschreckende Wirkung haben«, sagt Udo Bolte, der das Treffen der Amshausen-Fans moderierte. Doch obwohl sich die Anzahl der Autos um etwa ein Drittel verringert hat, hat sich die Zahl der Geschwindigkeitsüberschreitungen sogar noch ein wenig erhöht. 65 statt 62 Prozent der Fahrer sind seit der Installation der Kissen zu schnell unterwegs – die gemessenen Höchstgeschwindigkeiten haben sich dafür jedoch verringert. Während diese zuvor bei 76 und 81 Stundenkilometern lagen, wurden nun nur 63 und 58 Stundenkilometer gemessen. »Die Anlieger beklagen jedoch noch immer die Lärmbelastung durch stark abbremsende und beschleunigende Fahrzeuge«, sagt Dieter Strakeljahn, dem es wichtig ist, nach der Inbetriebnahme der A33 weitere Messungen durchzuführen.

Um neben der Amshausener Straße auch die Einmündung Bahnhofstraße/ An der Jüpke zu entlasten, soll ein Planungsauftrag für diesen Bereich vergeben werden. »Das ist ein Knotenpunkt, der immer wieder Probleme aufwirft«, sagt Udo Bolte. Deshalb soll über eine mögliche Rechts- beziehungsweise Linksabbiegerspur auf beiden Straßen nachgedacht werden.

Bau von Kita und Mehrfamilienhäusern kann am Jahresende beginnen

Doch nicht nur die aktuelle Verkehrssituation, sondern auch der Fortschritt des Neubaugebiets beschäftigten die Teilnehmer der Versammlung. So berichtete Bürgermeister Klaus Besser, dass der Bau der Kita und Mehrfamilienhäuser im südlichen Bereich bereits Ende des Jahres beginnen könne, während der Baubeginn im nördlichen Bereich für 2019 geplant sei. Bereits im April diesen Jahres soll hingegen die neue Grundschulmensa ihre Türen öffnen. Damit die Schüler aber auch sicher und trockenen Fußes dort ankommen, soll die Schulwegverbindung zwischen Tiergarten und Upheider Weg ausgebessert werden. »Durch die teilweise Bebauung ist der Weg in einem schlechten Zustand«, sagt Udo Bolte. Bis die Strecke jedoch endgültig ausgebaut werden kann, wird der Bauhof zwischenzeitliche Maßnahmen zur Verbesserung einleiten. Auch möchten sich die Amshausen-Fans dafür einsetzen, dass der obere Bereich des Jückemühlenwegs an Attraktivität gewinnt und öffentliche Grünflächen insektenfreundlicher gestaltet werden.

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