Steinhagener »Residenz am Bürgerpark« ihrer Bestimmung übergeben Städtebaulicher und sozialer Wert gelobt

Steinhagen (WB/anb). Zu einer zukunftsträchtigen Investition hat Bürgermeister Klaus Besser am Freitag Susanne Thron-Heye und Knuth Heye beglückwünscht. Das Steinhagener Ehepaar hat, wie mehrfach berichtet, die »Residenz am Bürgerpark« gebaut und damit an prominenter Stelle im Ortskern eine Kombination aus barrierefreiem Wohnen für vorwiegend ältere Menschen und eine Wohngruppe für jüngere Menschen mit Pflegebedarf, die im Kreis Gütersloh Modellcharakter besitzt.

Sie freuen sich über die erfolgreich abgeschlossene Bauphase der »Residenz«: (v.l.) Architekt Michael Pappert, die Bauherren Knuth Heye und Susanne Thron-Heye, Bauleiter Andreas Hillmer, Tom Kaiser (Geschäftsführer »Gepflegt leben«), Bauunternehmer Nils Twelmeier, Stefan Hellweg (Pflegeberatung der Gemeinde Steinhagen), Bürgermeister Klaus Besser und die Pflegedienstleitung Kathrin Bröckling und ihre Stellvertreterin Annika Lauströer.
Sie freuen sich über die erfolgreich abgeschlossene Bauphase der »Residenz«: (v.l.) Architekt Michael Pappert, die Bauherren Knuth Heye und Susanne Thron-Heye, Bauleiter Andreas Hillmer, Tom Kaiser (Geschäftsführer »Gepflegt leben«), Bauunternehmer Nils Twelmeier, Stefan Hellweg (Pflegeberatung der Gemeinde Steinhagen), Bürgermeister Klaus Besser und die Pflegedienstleitung Kathrin Bröckling und ihre Stellvertreterin Annika Lauströer. Foto: Bluhm-Weinhold

Am Freitag kamen Bauherren, Bauausführende, Vertreter der Gemeinde und des Pflegedienstes zu einer Feierstunde zusammen. Susanne Thron-Heye zog zufrieden Bilanz: »In nur 13 Monaten entstand an dieser Stelle dieses wirklich schöne und repräsentative Projekt, das sowohl baulich als auch inhaltlich ein sinnvolles Ausfüllen der Lücke der abgerissenen alten Häuser darstellt«, sagte sie mit Blick auf die Geschichte des Grundstücks. Vor 100 Jahren hat ihr Großvater Wilhelm Weihberg die Steinhagener Apotheke gegründet, direkt nebenan befand sich die Eisenwarenhandlung Meyer. Beide waren im Frühjahr 2016 abgerissen worden.

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Toll ist auch, dass hier jüngere Menschen betreut werden. Der Bedarf im Kreis Gütersloh ist noch nicht gedeckt.

Bürgermeister Klaus Besser

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An ihrer Stelle steht nur ein großes Gebäude, dessen städtebaulichen und sozialen Wert Bürgermeister Klaus Besser hervorhob: Es passe sich hervorragend in die zentrale örtliche Situation der Eckbebauung und in der Gestaltung passend zu den Nachbargebäuden ein und ermögliche seinen Bewohnern kurze Wege zum Einkaufen und zu den Ärzten sowie in den Bürgerpark, dem es seinen Namen verdankt, aber auch die Teilnahme am Leben, an den Veranstaltungen im Ortskern. »Toll ist auch, dass hier jüngere Menschen betreut werden. Der Bedarf im Kreis Gütersloh ist noch nicht gedeckt«, so Besser.

Bewohner sollen in strukturierten Tagesablauf geführt werden

Das machte auch Tom Kaiser deutlich. Er ist der Geschäftsführer des Vereins »Gepflegt leben«, einer Tochter des AWO-Kreisverbandes Gütersloh und des »Vereins daheim«. Der Verein ist Trägerin der Pflege-Wohngruppe, die im Erdgeschoss mit acht Appartements und Gemeinschaftsräumen in der Eingliederungshilfe für jüngere physisch und psychisch Pflegebedürftige zwischen Mitte 20 und Mitte 60 ansässig sein wird. Eröffnung ist am 1. April. Pflege und Betreuung der Bewohner ist das eine, sie hinzuführen – oder zurückzuführen – zu einem strukturierten Tag und sie möglicherweise wieder in Beschäftigung in einer Werkstatt oder auf dem Arbeitsmarkt zu bringen, ist das andere. Tom Kaiser spricht wegen der guten Lage der Einrichtung im Ortskern von guten Möglichkeiten der Inklusion: Teilnehmen am Gemeindeleben ist ein Prinzip.

Die 16 Wohnungen sind alle vergeben. Die Mieter können ganz nach Bedarf Pflegeleistungen dazu buchen. Vor allem ist aber auch für sie die zentrale Lage im Ort bestechend.

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