Betrieb in Brockhagen: Kreisveterinäramt schreitet ein Rattenplage in Legehennenfarm

Steinhagen (WB/anb). Eine Rattenplage in einem Legehennenbetrieb in Brockhagen hat jetzt das Kreisveterinäramt auf den Plan gerufen.

Legehennen in einem Betrieb, hier in Mecklenburg-Vorpommern.
Legehennen in einem Betrieb, hier in Mecklenburg-Vorpommern. Foto: dpa

Nachbarn hatten die Gütersloher Kreisbehörde auf ein offensichtliches Schädlingsproblem hingewiesen, wie Kreispressesprecher Jan Focken am Freitag dem WESTFALEN-BLATT sagte: »Unser Tierarzt war im Betrieb und hat Auflagen gemacht. Bevor der Betrieb wieder aufmachen darf und wieder aufgestallt werden kann, müssen die Ratten erfolgreich bekämpft sein.«

Platz für bis zu 42 000 Hennen

Dass Probleme mit Ratten in einem Legehennenbetrieb auftreten, ist nach Auskunft von Jan Focken »nicht ganz ungewöhnlich«. Denn die kleinen Nager werden durch das Futter, das für die Tiere ausgestreut wird, angelockt. »Jeder, der einen Komposthaufen im Garten hat, weiß das«, so Focken. Deshalb müsse ein Betrieb wie dieser baulich dafür Sorge tragen, dass Ratten nicht in die Ställe oder an die Lagerräume des Futters kommen könnten, so Focken weiter.

Der Brockhagener Betrieb verfügt in sechs Hallen über Platz für bis zu 42 000 Hennen. Legehennenhaltung erfolgt ganz generell immer in Zyklen, das heißt, alle Tiere eines Stalles werden gleichzeitig eingestallt, legen über 12 bis 15 Monate Eier und werden dann geschlachtet.

Schädlingsbekämpfer ist beauftragt

Der Betreiber der Ställe hatte nach Auskunft des Kreissprechers auch selbst bereits einen Schädlingsbekämpfer beauftragt, nachdem die Probleme aufgetreten waren. Dessen Einsatz hatte allerdings keinen Erfolg. »Deshalb ist jetzt nach der Auflage des Tierarztes ein weiterer Schädlingsbekämpfer beauftragt worden, der von außerhalb kommt«, sagte Jan Focken.

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