Gemeinde Steinhagen und Volksbank legen Notfallkarte neu auf Lebenswichtige Informationen

Steinhagen (WB/anb). Ab sofort ist sie wieder erhältlich: die Notfallkarte. Eintragen kann man dort wichtige Informationen wie persönliche (medizinische) Daten, um im Notfall dem Rettungsdienst die Arbeit zu erleichtern – im Extremfall kann das schließlich lebensrettend sein.

Eine kleine Karte mit möglicherweise lebenrettender Funktion: Der Steinhagener Volksbank-Filialleiter Steffen Peter, Regina Fleer-Meyer (Generationenbüro) und Auszubildende Annika Eilers stellen die neue Notfallkarte vor.
Eine kleine Karte mit möglicherweise lebenrettender Funktion: Der Steinhagener Volksbank-Filialleiter Steffen Peter, Regina Fleer-Meyer (Generationenbüro) und Auszubildende Annika Eilers stellen die neue Notfallkarte vor. Foto: Annemarie Bluhm-Weinhold

Die Notfallkarte ist eine Initiative vom Rettungsdienst des Kreises Gütersloh. 2011 hat es sie in den ersten Kommunen gegeben, 2013 hat auch die Gemeinde Steinhagen die Notfallkarte auf Anregung des Seniorenbeirats erstmals aufgelegt. Nachdem nun aber auch alle Restbestände vergriffen waren, musste eine neue Karte her. Die Volksbank Bielefeld-Gütersloh hat die Kosten übernommen, Werbegrafik Lonnemann die Gestaltung. »Wir haben festgestellt, dass das Interesse der Bürger vorhanden ist«, sagt Regina Fleer-Meyer vom Generationenbüro im Steinhagener Rathaus. Sie war von einer Bürgerin angesprochen worden, die in der Zeitung von der so genannten Notfalldose gelesen hatte, die in Absprache mit dem Rettungsdienst im Kühlschrank deponiert wird und ebenfalls alle wichtigen medizinischen und persönlichen Infos enthält.

Im Scheckkarten-Format gut im Portemonnaie mitzuführen

Dieses System gibt es im Kreis Gütersloh nicht, sondern eben die Notfallkarte. Ihr Design ist durchaus von Ort zu Ort unterschiedlich, inhaltlich ist sie überall gleich und wird vom Rettungsdienst anerkannt. Sie hat Scheckkarten-Format und ist daher gut geeignet fürs Portemonnaie. Einzutragen sind neben den persönlichen Daten vor allem medizinische Informationen: der Hausarzt, die Krankenkasse samt Versicherungsnummer, eventuell ein Pflegedienst, im Notfall zu benachrichtigende Personen, die Info über eine Patientenverfügung und die darin Bevollmächtigten, Grunderkrankungen, Medikamente und ihr Einnahmemodus, Besonderheiten wie Herzschrittmacher, Verwirrtheit und Unverträglichkeiten, Blutgruppe und jüngster Krankenhausaufenthalt.

Auf der Vorderseite stehen die Notfallnummern – einschließlich der Universalnummer der Banken zum Sperren von Karten und Onlinebanking. Diese ist neu hinzugekommen. »Eine sinnvolle Ergänzung«, sagt Volksbank-Filialleiter Steffen Peter.

Er findet die Karte, die in erster Linie für die ältere Bevölkerung konzipiert ist, wichtig – nicht nur, weil sie Senioren im Notfall Sicherheit gibt, sondern auch den Angehörigen ebenso wie dem Rettungsdienst: »Jeder, der mit älteren Menschen zu tun hat, wird die Karte zu schätzen wissen, weil sie kurz, knapp und übersichtlich alles Wichtige zusammenfasst und darüber Auskunft gibt, wo Komplikationen auftreten könnten«, sagt er.

Weiteres Exemplar sollte innen an der Haustür angebracht werden

Die Notfallkarte sind eigentlich zwei Karten. »Die eine trägt man im Portemonnaie bei sich. Die andere, so steht es als Hinweis auch auf der Karte, sollte in Augenhöhe direkt neben der Wohnungstür befestigt werden, so dass der Rettungsdienst sie sofort zur Hand hätte«, so Regina Fleer-Meyer.

2500 Exemplare sind gedruckt und eigenhändig von Regina Fleer-Meyer und Annika Eilers, Auszubildende im Rathaus, gefaltet worden. Erhältlich sind die Notfallkarten nun bei der Volksbank, bei den Apotheken und in den Arztpraxen, in der Zentrale des Rathauses und in der WESTFALEN-BLATT-Geschäftsstelle an der Bahnhofstraße 14. Auch den Vereinen und dem Matthias-Claudius-Haus will Regina Fleer-Meyer einige Exemplare zur Weitergabe an Mitglieder und Bewohner zusenden.

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