Zweiter Bauabschnitt des Marktplatzes: Planer soll Alternativen entwerfen Großzügigen Eingangsbereich schaffen

Steinhagen (WB). Der Planer muss noch einmal ran: Die Entwürfe von Landschaftsarchitekt Jürgen Edenfeld für den zweiten Abschnitt der Marktplatz-Erneuerung haben am Mittwochabend nicht in allen Teilen die Zustimmung des Haupt- und Finanzausschusses gefunden. Die Neugestaltung des Zugangs vom Rathaus zum Marktplatz soll noch einmal überarbeitet werden.

Von Annemarie Bluhm-Weinhold
Der Parkplatz Am Pulverbach ist der Eingang zum Steinhagener Ortskern. Der Planer wollte die Parkpaletten enger zusammenrücken und zwischen der linken Sektion und der Mauer zur Sparkasse einen separaten Fußweg planen – zu kleinteilig, findet die Politik.
Der Parkplatz Am Pulverbach ist der Eingang zum Steinhagener Ortskern. Der Planer wollte die Parkpaletten enger zusammenrücken und zwischen der linken Sektion und der Mauer zur Sparkasse einen separaten Fußweg planen – zu kleinteilig, findet die Politik. Foto: Annemarie Bluhm-Weinhold

In diesem Frühjahr und Sommer, im Zeitfenster zwischen Köchemarkt Ende April und Sommerkirmes Mitte August, soll der obere Teil des Marktplatzes zwischen der Straße Am Pulverbach und der Apotheke umgestaltet werden. In großen Zügen stand die Planung auch. Da der Marktplatz aus Richtung Fivizzanoplatz und der Straße Am Markt als Einbahnstraße befahrbar bleiben soll, sind eine 3,25 Meter breite Fahrbahn und längs dazu angeordnete Parkplätze geplant.

Parkplätze sollen enger zusammenrücken – neuer Fußweg geplant

Womit die meisten Ausschussmitglieder nicht zu überzeugen waren, ist die Veränderung des Parkplatzes, über den man heute von der Straße Am Pulverbach kommend auf den Marktplatz gelangt. Zehn Stellplätze von je 2,70 Metern Breite, fünf auf jeder Seite, sind dort zwar vorgesehen, doch rücken sie enger zusammen, weil zwischen der Parkpalette und dem Kreissparkassen-Gelände Platz geschaffen werden soll für einen schmalen Fußweg, damit Fußgänger nicht zwingend den Weg über den Parkplatz wählen müssen.

Vielen Ausschussmitgliedern ist diese Eingangssituation zu unübersichtlich und kleinteilig. »Der Parkplatz ist mir zu klein, der Fußweg zu schmal. Soll das unser Haupteingang zum Ortskern sein? Das ist nicht großzügig genug«, meinte Detlef Gohr (Grüne) und plädierte dafür, auf den zusätzlichen Fußweg zu verzichten und entweder bei alten Größenverhältnissen zu bleiben oder die Parkplätze auf einer Seite wegfallen zu lassen, um den Fußgängerbereich zu vergrößern. Ob der Fußweg überhaupt breit genug sei für Begegnungsverkehr mit zwei Kinderwagen, wollte Herbert Mikoteit (CDU) wissen. Und Silke Wehmeier hat Bedenken, ob man auf einem von 8,50 auf 7,50 Meter verschmälerten Freiraum zwischen den beiden Parkreihen überhaupt mit dem Auto wenden könne, wenn alle Parkplätze belegt seien.

Planer will andere Varianten am 8. März vorstellen

Der Planer muss nun schnellstmöglich eine Alternativplanung vorlegen. Jürgen Edenfeld will in der nächsten Sitzung am 8. März zwei bis drei Varianten vorstellen. »Ich bin dankbar, dass die Anregungen gekommen sind, großzügiger zu gestalten und die Fußgänger nicht an den Rand zu quetschen«, sagte er gestern. Die Ausschreibung kann nach seinen Angaben dennoch schon vorbereitet werden, so dass kein Zeitverlust droht.

Steinhagen-Band soll sich auch über den Marktplatz ziehen

Eine weitere Änderung muss er ebenfalls vornehmen. Das so genannte Steinhagen-Band, der schmale Kopfsteinpflaster-Streifen mit Cortenstahl-Einschüben zu Sehenswürdigkeiten, der sich schon an der Bahnhofstraße und am Kirchplatz findet, soll nach Vorstellung aller Fraktionen auch über den ganzen Marktplatz bis zur Straße Am Pulverbach gehen, um eine symbolische Verbindung bis zum Rathaus zu schaffen. Jürgen Edenfeld hatte das Steinhagen-Band bisher lediglich bis zum Brinkhaus vorgesehen. »Blaubasalt ist nur auf den historischen Kern beschränkt und findet sich nicht mehr im oberen Bereich«, so Edenfeld.

Das wird er nun ändern. »Wenn schon der Pulverbach nicht über den Marktplatz geführt wird, dann wenigstens das Steinhagen-Band«, sagte Gerhard Goldbecker (CDU). Und zu überlegen ist ferner, auch am Marktplatz die Parkplätze mit Kopfsteinpflaster abzusetzen. Wie am Kirchplatz.

Einschränkungen für die Frühjahrskirmes?

»Wenn es noch drei Wochen friert, kann es eng werden und die Frühjahrskirmes vielleicht nur mit Einschränkungen stattfinden«, sagte Planer und Bauleiter Jürgen Edenfeld. Es habe allerdings mit den Kirmesorganisatoren Oberschelp und dem Ordnungsamt einen Ortstermin gegeben, bei dem Möglichkeiten erörtert worden seien, wie doch alle Fahrgeschäfte und Stände gestellt werden könnten, sagte er weiter. Das Eiscafé Bellagio macht Mitte Februar wieder auf. »Bis dahin ist ein Zugang wieder möglich. Die Einschränkungen werden sich in Grenzen halten«, so Edenfeld.

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